Leserbriefe

Teufelsbrücke, Nürtingen und Schilda

28.06.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Die Teufelsbrücke ist fertig. Im Gemeinderat sind die Anschlussarbeiten, das heißt die Wegearbeiten, genehmigt worden – und der Belag auf der Brücke, um Eindringen von Wasser auszuschließen. Dann wäre in kurzer Zeit der ungehinderte Übergang und die Begehung der Brücke offiziell möglich.

Für Ende Juli war ein Brückenfest geplant. So wie es jetzt aussieht, wird auf unbestimmte Zeit eine Benutzung der Teufelsbrücke nicht möglich sein. Ein Anlass dazu ist die ungeklärte Frage der Bachbettsanierung.

Diese Maßnahme ist aber eine ganz andere Baustelle. Sie mit der Begehung der Brücke zu verbinden, ist schlicht unlauter. Dies passt eher in die bisherige Praxis, der Teufelsbrücke alles in die Schuhe zu schieben. Und die nicht vollzogene Abdichtung der Brücke legt wieder einen Anlass zur Beschädigung der erst renovierten Teufelsbrücke. Ist das Absicht?

Die Bachbettsanierung im Umfeld der Teufelsbrücke ist aber von der Menge des Wassers abhängig, welches dort durchfließen darf. Dazu liegt ein möglicherweise unvollständiger Antrag der Stadt Nürtingen beim Landratsamt Esslingen vor. Es handelt sich um Oberflächenwasser aus Wolfschlugen, dessen Einleitungserlaubnis seit sechs Jahren abgelaufen ist.

Seit Beginn des Jahres gilt ein neues Wassergesetz, das Einleitungen in Gewässer strenger regelt als bisher. Es ist also völlig offen, wie das Verfahren zur Einleitungsgenehmigung ausfällt. Diese Einleitung hat zu einem großen Teil die Erosion des Teufelsklingenbaches verursacht. Die Teufelsbrücke ist da nur Leidtragender.

Pikant an der Sache ist der Fakt, dass sich bisher die Stadt Nürtingen nicht sonderlich um eine Kostenbeteiligung aus Wolfschlugen bemüht hat. Nürtingen wollte die Bachbettsanierung allein tragen, obwohl eine Ursache aus Wolfschlugen stammt. Es soll eine Bachbettsanierung durchgeführt werden, ohne zu wissen wie viel Wasser kommt. Denn entweder kommt weniger, dann hat man Geld verbaut, oder es kommt mehr, dann war es ebenfalls umsonst.

Wenn man also dieses Verfahren abwarten will, dann sind wir etwas nahe an Schilda und die ganze Mühe war umsonst. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

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