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Tempora mutantur

12.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heinrich Iro, Wendlingen. Als meine Frau eine eigene Rente erhielt, machte mich Herr K., damals Leiter des Sozialamtes, darauf aufmerksam, dass das Kindergeld als Teil ihrer Rente ein Mehrfaches dessen betrage, was ich als Kindergeld zu meinem Gehalt erhielt. Er brachte mir sogar die notwendigen Formulare zur Beantragung am Haus vorbei, damit die Sache zügig laufe. Dazu ist zu sagen, dass wir weder verwandt noch verschwägert waren.

Nachdem ich für meine Frau einen Treppenlift einbauen ließ, erhielt ich vom Finanzamt Nürtingen auf Anfrage den Bescheid, dass dieser steuerlich nicht absetzbar sei. Daraufhin besorgte mir Frau H. vom Sozialamt durch einen hiesigen Steuerberater das Urteil eines Hamburger Finanzgerichts, dass sogar in Zweitwohnungen Treppenlifte bei entsprechender Körperbehinderung absetzbar seien. Das führte auch bei uns zum Erfolg.

Doch das sind alte, vergangene Zeiten. Kommt man heute zum hiesigen Sozialamt, bekommt man ein Formular in die Hand gedrückt und wird mit dem Hinweis abgespeist: Wenden Sie sich an das Landratsamt.

Wie hat der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. einst gesagt: Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen!. Als er später im Exil auf Schloss Doorn in Holland aus Passion oder mangels geistiger Interessen Holz hackte, wars damit vorbei. So ists leider auch hier. Tempora mutantur die Zeiten ändern sich.

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Die Konsequenzen bleiben nicht aus

Reinmar Wipper, NT-Roßdorf. Zu den Artikeln „Das andere Abitur“ und „Abitur in Ausnahmezeit der Pandemie“ vom 3. Mai. Seit Corona übertreffen sich Politiker und Medien sowie etwa 50 Millionen Virologen, Statistiker und Propheten darin, diese Krise gesund und zu einem guten Ende zu beten. Im…

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