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Stuttgart?21 soll zukunftsweisend sein

27.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Monika Stoitzner, Nürtingen. Zum Artikel „Stuttgart 21 besteht Stresstest – Geißler kritisiert Gegner“ vom 22. Juli. In dem unterirdischen Durchgangsbahnhof könnten in der morgendlichen Spitzenstunde 49 Ankünfte „mit wirtschaftlich optimaler Betriebsqualität“ abgewickelt werden – 30 Prozent mehr, als die Projektträger und die Deutsche Bahn dem heutigen Bahnhof bescheinigen. Hurra!

Wurde beim Stresstest berücksichtigt, dass nicht nur Züge den Bahnhof anfahren und durchfahren? Im unterirdischen Bahnhof wollen auch Menschen aus- und einsteigen. Warten Menschen auf ihren verspäteten Anschlusszug. Alle werden zukünftig zusammengepfercht auf vier Bahnsteigen mit Engpässen von 2,04 Metern. Wurden wirklich alle Menschen beim Planen des neuen Bahnhofes berücksichtigt? In den Plänen und Publikationen der Bahn zu Stuttgart 21 sieht man nur ein paar wenige junge dynamische Leute.

Es ist ein Jahr her, da wurde in Duisburg die Loveparade veranstaltet – freigegeben von Experten. Es gab 21 Todesopfer, von den Verletzten, Traumatisierten ganz zu schweigen. Es wurde nicht damit gerechnet, dass gleichzeitig Menschen durch den Flaschenhals Tunnel raus- und reinströmen!

Ich bin kein Schwarzseher und auch kein Ewiggestriger. Ich will auch nicht zurück in die Steinzeit. Ich finde Eisenbahnfahren toll. Wenn aber so viel Geld in die Hand genommen werden soll – es handelt sich um Milliarden –, dann soll es auch menschlich, vernünftig und wirklich zukunftsweisend sein!

Leserbriefe

Hektik beim Abbruch des Hölderlinhauses

Wolf Remppis, Nürtingen. Zum Artikel „Kran in der Neckarsteige“ vom 17. September. Der Abbruch des Hölderlinhauses hat begonnen. Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Die Stadt Nürtingen hat es jetzt offensichtlich sehr eilig und will schnell Fakten schaffen, die nicht mehr rückgängig zu…

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