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Stuttgart 21

22.09.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernhard Flach, Frickenhausen. Zum Artikel Stuttgart 21 Ablehnung wächst vom 15. September. Soweit ich weiß, besteht Stuttgart 21 aus mehreren Einzelprojekten: dem Tiefbahnhof, dem Messebahnhof, der ICE-Neubaustrecke nach Ulm und weiteren, sich daraus ergebenden Projekten. Der Messebahnhof und die ICE-Neubaustrecke nach Ulm sind nötig und sollten auch gebaut werden. Den Ersatz des vorhandenen Sackbahnhofs durch einen Tiefbahnhof sehe ich gar nicht ein und bin auch dagegen. Viele bedeutende Städte in Europa haben einen Sackbahnhof (Paris sogar mehrere und der in Köln wurde aufwendig renoviert), sodass das Argument Sackbahnhöfe sind unmodern und die hat man heute nicht mehr bei mir nicht zieht.

Auch wird es im geplanten Tiefbahnhof Platzprobleme geben. Der ist für acht Gleise vorgesehen, der jetzt seiende Sackbahnhof hat 16 Gleise (wenn man Gleis 1a mal vernachlässigt). Aus diesem Grund war vor Jahren noch die Rede davon, dass vom jetzt seienden Sackbahnhof ein Teil stehen bleibt. In einer Broschüre ist von einem erhöhten Verkehrsaufkommen die Rede, wie soll das funktionieren, wenn der neue Bahnhof nur noch halb so groß ist? Der Tiefbahnhof für Fernverkehr und ein Teil des vorhandenen Sackbahnhofs für Nahverkehr wäre einzusehen.

Ein flüssig vorgetragenes Argument ist, die Grundstücke gut zu verkaufen, auf denen jetzt Gleise liegen. Wenn der neue Tiefbahnhof kommt, braucht man aber an anderer Stelle Gleise, die man ja auf Grundstücke legen muss. Diese Tiefbahnhofgeschichte ist mir zu unkalkulierbar und deswegen bin ich dagegen.

Bleiben noch die Unfälle, die nur in einem Sackbahnhof passieren können, wenn ein Zug zu hurtig in den Bahnhof einfährt und nicht mehr rechtzeitig vor dem Prellbock bremsen kann. Die sind aber extrem selten. Ein spektakulärer Unfall dieser Art war am 12. März 1912 in der Gare Montparnasse in Paris. Ein ähnlicher Unfall war auch mal in Stuttgart, nur hing hier die Lok nicht in der Luft, sondern stand in der Bahnhofswirtschaft. Diese Zeilen hat einer geschrieben, der aus gesundheitlichen Gründen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist.

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