Leserbriefe

Stuttgart 21 ist kein Verkehrsprojekt

12.11.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, NT-Oberensingen. Es ist doch erstaunlich, dass sich intelligente Menschen, die sich als Stadträte, Kreisräte und Bürgermeister für das Gemeinwohl der Bürger verantwortlich fühlen, vor den Karren von Bahnchef Grube spannen lassen und nach wie vor die von diesem von Anfang an manipulierten Zahlen gebetsmühlenartig wiederholen. Siehe Ausstiegskosten. Ich bin zwar auch der Meinung, dass für ein sinnvolles Verkehrsprojekt Geld nicht die entscheidende Rolle spielen sollte. Bei dem Projekt S 21 mit der Festlegung in einem Kellerbahnhof für alle Zeiten und somit keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten ist keine Sinnhaftigkeit erkennbar. Es ist und bleibt kein Verkehrsprojekt für die Bahnbenutzer, sondern ein Städtebau-Projekt, an dem ein paar Leute kräftig verdienen wollen.

Was nützen mir ein paar Minuten kürzere Fahrzeiten, die mit diesem unkalkulierbaren Aufwand an Geld und Risiken im Untergrund verbunden sind. Die Bahn verheimlicht weiterhin die gestiegenen Kosten und geht wohl davon aus, dass das Land und die Städte schon nachschießen werden, wenn das Projekt einmal halb fertig und das Geld ausgegangen ist. Die Befürworter für S 21 gehen wohl davon aus, dass bis dahin wieder die gute alte CDU im Ländle am Ruder ist und man dann ja alternativlos eben weitere Milliarden investieren muss. Geld, das man nicht hat und mit dem wir unsere Kinder und Enkel auf Jahre hinaus belasten.

Im Übrigen ist es doch ein Unding, wenn die Bahn im Stadtzentrum von Stuttgart anfangen will einen Tunnel auf die Fildern zu bauen, von dem man noch gar nicht weiß, wo der enden soll, weil es noch gar keine Planfeststellung gibt. Für mich ist das Ergebnis: Oben bleiben – Ja zum Ausstieg.

Leserbriefe

Mehr als nur Stuttgarter Bahnhof

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Die Grünen und ihr Spitzenkandidat“ vom 5. Oktober. Fast war ich versucht, den Aufruf eines Möbelhauses zu zitieren, nach dem Herr Främke abgeholt werden möchte. Es ist aber kein Bällebad, in dem sich Herr Främke befindet, es handelt sich um einen…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe