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Strategiekonzept 2014 Prüfung unterziehen

22.12.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helga Leins, Bissingen. Zum Artikel „Nürtinger Volksbank baut 58 Stellen ab“ vom 11. Dezember. Man kann Verständnis dafür haben, wenn eine Firma Personal abbaut, der es finanziell schlecht geht, beziehungsweise wenn deren Existenz durch Verlustgeschäfte bedroht ist. Wenn allerdings aufgrund der sehr guten Geschäfte und des guten Betriebsergebnisses – persönliche Aussage des Vorstandes – überhaupt keine Notwendigkeit besteht, Personal durch Kündigungen abzubauen, dann ist es ein verantwortungsloses und menschenunwürdiges Verhalten gegenüber Mitarbeitern und Kunden der Volksbank, wie das „Strategiekonzept 2014“ des neuen Vorstandes der Volksbank Kirchheim-Nürtingen Axel Mohr aufgrund seiner hellseherischen Vision und zukünftige Kriseneinschätzung seiner eigenen Bank durchgesetzt wird und vom Aufsichtsrat sogar genehmigt wurde. Sollte er in seiner Einschätzung der kommenden Jahre tatsächlich Recht haben, dann nur deshalb, weil er selbst die Volksbank Kirchheim-Nürtingen zugrunde richten wird.

So wie er angeblich das Institut umgehend einer kritischen Überprüfung unterzogen hat, muss man sein Strategiekonzept 2014 einer kritischen Überprüfung unterziehen, wobei die Unterstützung von Unternehmensberatern nicht gerade positive Ergebnisse zutage fördern muss. Es gibt genügend Beispiele, wo Unternehmensberater kleine und größere Unternehmen in den finanziellen Ruin getrieben haben.

Da verstehe jemand, wie das Ziel der grundlegenden Umstrukturierung „gute Beratungsqualität und bessere Konditionen für Mitglieder“ mit weniger beziehungsweise ohne Personal geboten werden kann. Nicht das Verhalten der Kunden hat sich verändert, sondern das Verhalten der Volksbank. Der Kunde wird immer mehr mit Automaten konfrontiert und auf elektronische Dienstleistungen verwiesen. Diese Bank will keinen Kontakt zum Kunden, deshalb will Herr Mohr auch die Öffnungszeiten einschränken und lieber die Kunden und Familien zu Hause abends bis 20 Uhr mit Telefonaten und Beratungsgesprächen belästigen.

Während die Großbanken – wie Herr Mohr richtig erkennt – nach schlechten Erfahrungen den Privatkunden und den Mittelstand wieder entdecken, macht er gerade das Gegenteil. Andere Banken dehnen die Öffnungszeiten aus und suchen den Kontakt zum Kunden. Seine Volksbank macht alles, damit der Kunde nicht mehr zur Bank kommt und keinen Ansprechpartner mehr findet. Vor diesem Hintergrund immer unattraktiver werdender Konditionen wandern über kurz oder lang die Kunden ab, und nicht wegen der Konkurrenz der Direktbanken, die defizitäre Auswüchse und Töchter der Großbanken sind.

Fazit: Herr Mohr ist in seiner Funktion als Vorstand fehl am Platz.

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