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Soldaten in Afghanistan

13.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Häderle, Kirchheim. Zum Artikel „Zwischenfall in Afghanistan: Tod an der Straßensperre“ vom 30. August. Verteidigungsminister Franz Josef Jung hat eine besondere Gabe: Er sieht „Erfolge in Afghanistan“, wo nicht einmal Fachleute weit und breit „Erfolge“ sehen. Damit soll nur der neuerliche Tod eines Bundeswehr-Soldaten schöngeredet werden. Über 60 Prozent der Bundesbürger sind gegen den Afghanistan-Einsatz deutscher Soldaten, Frau Merkel und Herr Jung regieren also „am Volk vorbei“. Wie lange das noch gut geht?

Bevor im Herbst auch noch eine „Aufstockung“ des Afghanistan-Einsatzes beschlossen wird im Bundestag, sollte der Herr Jung 300 Bundestags-Abgeordnete zur „Information“ mit nach Afghanistan nehmen. Aber nicht nur für drei Stunden auf den Flugplatz von Kabul, sondern vier Wochen ab zur Truppe, ganz vorne hin, wo die Soldaten im Einsatz sind. Nach vier Wochen die restlichen 300 als Ablösung. Dann wäre der Einsatz der Bundeswehr dort aber umgehend beendet! Nicht immer nur die Soldaten da runter schicken – selber mal hingehen! Den Abgeordneten pfeift in Berlin keine Kugel um die Ohren.

Den Spruch von Herrn Struck, dass Deutschland auch am Hindukusch verteidigt wird, kann ja niemand mehr ernst nehmen. Eine Lachnummer. Deutschland wurde nicht angegriffen und wird so nur von den Amerikanern aus wirtschaftlichen Gründen in einen Krieg in Asien hineingezogen. Dann kommt noch jedes Jahr der Herr Karsai und holt seine Milliarden-Hilfe für Afghanistan in Berlin ab, die er dann umgehend unter seinem großen Familien-Clan verteilt. Bei den armen Leuten kommt doch die Hilfe aus Deutschland gar nicht an. Die sind nach wie vor auf Drogen-Anbau angewiesen. Der deutsche Steuerzahler darf dann noch bei uns für die Drogen-Süchtigen bezahlen – ist also doppelt betrogen! Dem Bürger bleibt bei den vielen „Sauereien“ (Mehrwertsteuererhöhung, Renten, Diätenerhöhung et cetera), die von der schwarz-roten Regierung gemacht wurden in drei Jahren, nur der Versuch, bei den nächsten Wahlen mit seinem Stimmzettel hier eine Änderung herbeizuführen. Da wird sich auch so mancher „Verteidigungs-Experte“ in Berlin bei den großen Parteien ganz dumm umschauen.

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