Leserbriefe

Sind E-Autos wirklich umweltbewusster?

14.12.2018 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dietmar Schaich, Frickenhausen. Zum Artikel „Fauler Zauber um Diesel-Grenzwert“ vom 15. November. Sind wir monatelang, ja sogar jahrelang, an der Nase herumgeführt worden? Wurden die Grenzwerte willkürlich mangels vorliegender wissenschaftlicher Kenntnisse einfach mal so festgelegt? Zwischenzeitlich wurde wohl unstrittig festgestellt, dass die aktuell benannten und geltenden Grenzwerte aus Erkenntnissen, man muss eigentlich sagen „Schätzungen“ stammen, die vor circa 30 Jahren bei Messungen von Gasherden gewonnen wurden. Anders ausgedrückt, es gibt keine aktuellen Erkenntnisse beziehungsweise Untersuchungen, mit welchen eine gesundheitliche Beeinträchtigung ab einem bestimmten Wert nachgewiesen werden konnte. Selbst bei Asthmatikern konnten nur vorübergehende Beeinträchtigungen ab 180 Milligramm NO2 festgestellt werden. Das heißt, die uns mitgeteilten Werte, vor allem der NO2-Wert (40 Milligramm) muss als willkürlich angesehen werden, auch wenn seitens des Umweltministeriums versucht wird, dies durch einen von der EU-Kommission korrekt festgelegten Wert und zwischenzeitlich ergangene Rechtsprechung zu rechtfertigen.

Haben unsere deutschen Politiker eigentlich auch noch eine eigene Meinung, überlässt man alles der EU, auch wenn hier mit Halbwahrheiten und falschen Werten die Bürger hinters Licht geführt werden? Und vor allem, wenn hierdurch ein ganzer Wirtschaftszweig mit Tausenden von Arbeitsplätzen in die Knie gezwungen wird.

Was ist denn mit den alternativen Treibstoffen wie beispielsweise synthetischer Diesel/Benzin, Biodiesel et cetera? Ist das E-Auto die Alternative? Unabhängig davon ist es widersinnig, diese EAutos mit Strom zu versorgen, welcher mit der dreckigsten Energiegewinnung, nämlich durch Braunkohle und sonstige fossile Rohstoffe hergestellt wurde. Ist die Ökobilanz unter ethischen Gesichtspunkten nicht sogar schlechter als bei Pkws mit Verbrennungsmotor?

Nun werden wir auch noch für blöd verkauft, indem uns von der Autoindustrie, empfohlen von manchen Politikern, sogenannte Umtauschaktionen unserer alten Diesel angeboten werden. Was ist mit denjenigen, die sich, egal aus welchen Gründen, kein neues/junges Auto leisten können? Oder, entsprechend ihren finanziellen Verhältnissen, vor Kurzem einen gebrauchten Diesel (weil sparsam) gekauft haben und nun wie ein Hund gesagt bekommen, „ihr müsst draußen bleiben“ beziehungsweise „ihr dürft nicht mehr nach Hause fahren“. Wo ist hier die soziale Gerechtigkeit?

Vielleicht ist es an der Zeit, dass auch mal wieder der normale, durchschnittliche Bürger auf die Straße geht, um gegen solche wahnwitzigen Entscheidungen zu demonstrieren. Vielleicht hilft es auch schon, wenn zumindest nicht jeder seinen Bußgeldbescheid aufgrund „wissenschaftlich nicht gefestigtem Grenzwert“ gleich akzeptiert?

Leserbriefe

Englische Spielplätze zum Vorbild nehmen

Dietmar Parchow, Unterensingen. Zum Artikel „Kerzen erinnern an Tod eines Dreijährigen“ vom 22. Januar. Unermessliche Schmerzen und Trauer für Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Stadtverwaltung in Schwäbisch Gmünd. Der Sprecher der Stadt sagt, dass der Spielplatz vom Tüv abgenommen sei: „Ob…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe