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Sich selber und andere schützen

26.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sibylle Scheuerle-Kraiss, NT-Oberensingen. Am Samstag vor einer Woche war ich in der Stadt und holte mir an der neuen Eisdiele am Lammbrunnen ein Eis zum Mitnehmen. Die Schlange zum Anstehen und auch die Bedienung im Laden war vorbildlich. Während des Anstehens schaute ich dem Wirt und seinen Mitarbeitern zu, die mit Zollstock bewaffnet die Tische zurechtrückten um am Montag, gemäß der neuen Verordnung öffnen zu können. Überrascht war ich nur von den circa 30 bis 40 Menschen, die an den Treppenstufen und Bänken ohne Mindestabstand dicht an dicht saßen und ihr gekauftes Eis aßen. Von Abstand hielt hier keiner was. Ist es von den Kunden zu viel verlangt ihr Eis statt nur 20 Meter entfernt in 50 bis 100 Meter Abstand unter Umständen auch nur im Stehen zu essen?

Wie sieht es mit der Verantwortung des Wirtes aus, der diesem Treiben tatenlos zuzusehen scheint? Bei anderen Eisdielen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Eis mindestens in 50 Meter Entfernung erst verspeist werden darf. Auch kann ich nicht nachvollziehen, warum hier das Nürtinger Ordnungsamt seit Wochen diesen Tatbestand hinnimmt. Ich persönlich würde mir wünschen, wir würden alle im Kleinen uns an den Mindestabstand halten um weiterhin von den nun startenden Öffnungen profitieren zu können. Es geht überall darum, das Ansteckungsrisiko zu minimieren – auch wenn nicht jede Maßnahme nachvollziehbar für jeden Bürger ist.

Die Frage bleibt: Ist es wirklich unverhältnismäßig eine Maske zu tragen? Abstand von anderen in und außerhalb von Läden zu halten, vor allem dann, wenn es uns fremde Menschen sind? Wir schützen damit uns und vor allem unsere Angehörigen und älteren Mitbürger.

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