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Schwabenstreich oder S 21 und die Bibel

30.04.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, Nürtingen. „Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, dass wir uns einen Namen machen!“ (Mose 11, Vers 4). Und: „Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will, und sitzt nicht zuvor und überschlägt die Kosten, ob er’s habe, hinauszuführen? Auf dass er nicht, wenn er den Grund gelegt hat und kann’s nicht hinausführen, alle, die es sehen, anfangen, sein zu spotten, und sagen: Dieser Mensch hob an zu bauen und kann’s nicht hinausführen.“ (Lukas 14, Vers 28–30).

Es handelt sich jeweils um einen Turm und nicht um einen Tunnelbahnhof und doch kann man einen Bezug erkennen. Das „bestgeplante“ Jahrhundertprojekt hat erhebliche Mängel und ist absolut nicht durchgeplant, geschweige denn durchfinanziert. Außerdem ist es ein Projekt, das die Mehrheit ablehnt. Falls es doch noch dazu kommt, dass dieses unsinnige Projekt durchgeführt wird, wäre es meines Erachtens der größte Schwabenstreich, den es je gegeben hat. Schwabenstreich oder Schildbürgerstreich nennt man eine dumme Entscheidung. Den Bürgern von Schilda sagt man nach, dass sie ein neues Rathaus bauen wollten ohne Fenster, da sie nach Fertigstellung das Licht der Sonne hineintragen wollten.

Die ganze Welt kennt inzwischen Stuttgart 21 und wird sich totlachen darüber, dass man für irrsinnig viel Geld ein sehr gut funktionierendes Verkehrssystem zerstört und durch ein wesentlich schlechteres Tunnelsystem ohne Erweiterungsmöglichkeiten ersetzen will. Noch in 50 Jahren werden unsere Kinder und Enkel verständnislos diese Entwicklung beurteilen.

Leserbriefe

Bahnnetz-Ausbau ist zentrales Thema

Matthias Gastel, Filderstadt, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Die Grünen. Zum Artikel „Viertelstundentakt nicht möglich?“ vom 16. November. Seit Jahren schon engagiere ich mich für einen besseren Bahnverkehr in unserer Region. Das weiß auch der Kollege Kenner (SPD) aus dem Landtag. Leider baut…

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