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Reudern im dritten Glied?

27.10.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Henrik Guth, NT-Reudern. Was mit der Planung und Antragsweiterleitung der Ortsumfahrung Reudern geschehen ist, erweckt Unmut und Verärgerung in Reudern. Es wird nun versucht, den Schwarzen Peter unter den Politikern im Kreis weiterzureichen. Von irgendeiner Seite werden wir angelogen. Ist es der Staatssekretär im Verkehrsministerium, der Landtagsabgeordnete oder ist es der Vertreter der Stadt? Diese Frage wird sich vermutlich nie aufklären. Auf öffentlichen und gegenseitigen Schuldzuweisungen können und werden wir Reudern immer noch nicht umfahren. Leider wurde die Dringlichkeitsstufe nie hoch genug eingestuft, wie zum Beispiel die dritte Neckarbrücke in Nürtingen. Durch diese Aussage wird Reudern offiziell in das dritte Glied gestellt.

Es gibt bis heute nur Untersuchungen und keine konkreten Planungen. Eine bestimmte Linienführung konnte in der Stadt nie gefunden werden, weil die Ortsumfahrung Reudern im Gemeinderat in der Stadt umstritten war. Ich verstehe nicht, warum so viel Geld für die Untersuchungen und Gutachten ausgegeben wurde, wenn von vorneherein kein dringliches Interesse stattgefunden hat. Warum konnte die Krankenhausstraße so unbürokratisch Richtung Reudern geplant und gebaut werden? All diese Strategien und Planungen wurden schon vor Jahren festgelegt und unter dem Tisch durchgezogen. Diejenigen, die sich zurzeit öffentlich einsetzen, wurden vermutlich nicht eingeweiht.

Bewundern kann ich nur das Durchhaltevermögen der Ortschaftsräte, weil sie trotz all ihrer Bemühungen immer wieder in der Stadt ignoriert werden. Politik wird in der Stadt gemacht und nicht in den Ortsteilen, fertig! Es tut mir leid, aber das Thema Ortsumfahrung Reudern erinnert mich an einen schwäbischen Schildbürgerstreich. Woher sollen wir nun unser politisches Vertrauen schöpfen? Vorneherum wird man ruhig gehalten und hintenherum wird gegrinst. Resignation macht sich breit. Sollen wir nun alle Protestwähler werden, oder wie soll es mit unserer Kommunalpolitik weitergehen? Ich frage mich weiter, ist unsere jährliche Grundsteuer aus Reudern weniger wert als die von anderen? All diese Fragen kann und werde ich bestimmt nie verstehen und kann mich nur noch wundern.

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