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Putin will keinen Frieden

15.06.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Walter Stahli, Nürtingen. Zum Leserbrief „Mehr Waffen schaffen keinen Frieden“ vom 7. Juni.

Selbstverständlich ist Krieg niemals eine Lösung, aber das haben ja schon die Herren Scholz und Macron erfolglos versucht, Putin beizubringen. Außerdem ist es auch keine Lösung, bei Putins Drohungen klein beizugeben!

Was die „friedliche Lösungen angeboten“ des Herrn Putin betrifft, erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass die Osteuropäer aus gutem Grund und aus eigener Entscheidung der NATO beigetreten sind. Dafür brauchten sie, als unabhängige Nationen, keine „Genehmigung“ seitens Russlands.

Seit der 2014 erfolgten Annexion der Krim kam Krieg in unsere unmittelbare Nachbarschaft. Der Westen reagierte mit Sanktionen und ich habe aus heutiger Perspektive den Eindruck, dass bei der „Flüchtlingskrise“ von 2015 auch Putin da einen „Verdienst“ hat.

Denn er ließ in Syrien die Rebellen bombardieren und Millionen Syrer wurden in die Flucht getrieben. Dafür spricht auch sein letzter Versuch, kurz vor dem Einmarsch in die Ukraine, mithilfe von Lukaschenko einen neuen Migrantenstrom zu schaffen.

Das wäre auch gelungen, falls Polen nicht die Grenze zu Belarus gesperrt hätte. Wohlgemerkt auch gegen den Willen von Frau von der Leyen, die alles Mögliche unternahm um den Beweis zu verhindern, dass Grenzsicherung funktionieren kann. Leider haben unsere Politiker das nicht rechtzeitig erkannt und man hat in guter Absicht Jahr für Jahr zig Milliarden in die Integration von Migranten statt in die Verteidigung investiert!

Mit der Bombardierung von Siedlungen, mit Morden und Plünderungen werden die Ukrainer in die Flucht in Richtung EU getrieben, eine Art „ethnische Säuberung“ als Voraussetzung für das von Moskau vorgesehene „Referendum“.

Und nicht nur das! Denn zurzeit versucht Putin mit der Blockade der Weizenexporte eine Hungersnot in Afrika und damit eine viel stärkere Migrantenwelle in Richtung EU zu provozieren. Offensichtlich führt Putin schon längst einen „verdeckten Krieg“ gegen die EU.

Aus diesem Grund ist es erforderlich, der Ukraine mehr und auch schwere Waffen zu liefern. Lediglich mit Kalaschnikows kann man sich nicht gegen Bomber, Panzer und Kanonen verteidigen!

Angesichts der Bilder aus der Ukraine, die wir täglich in den Nachrichten sehen, sind bloße „Friedensappelle“ zwar gut gemeint, aber sinnlos, denn Putin will keinen Frieden.

Er will für den Anfang zumindest den Donbass und den Landzugang zur Krim. Außerdem will er die Spaltung der EU und der NATO. Wollen wir das?

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