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Problematischer Fischverzehr

15.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Udomar Rall, Nürtingen. Zum Artikel „Sich gesund essen – Fisch auf den Tisch“ vom 7. Oktober. Die Geschichte der „Ernährungswissenschaft“ ist eine Geschichte der Irrtümer. Erinnert man sich noch an die einstige CMA-Werbung: „Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“?

Mit viel Steuergeldern wurde eine Landwirtschaft hochgezüchtet, die uns Butterberge, Milchüberschüsse und Fleischtürme bescherte. Uns wurde weisgemacht, dass Fleisch gesund und unentbehrlich sei, ebenso auch die Milch.

Die Folge sind schwere ökologische und gesundheitliche und volkswirtschaftliche Schäden.

Inzwischen wurde der Fehler auch von den Wissenschaftlern erkannt. Heute wird die Reduzierung des Fleischverbrauchs und der Genuss von mehr Obst und Gemüse empfohlen.

Lange Zeit wurde der niedrige Eisenwert bei fleischloser Ernährung bemängelt. Seit Kurzem aber weiß man, dass das kein Mangel ist, sondern dass ein höherer Eisengehalt das Immunsystem schwächt und das Krebsrisiko erhöht. Die tägliche Menge an Eiweiß, die der Mensch braucht, liegt bei einem Bruchteil des früher vorgegebenen Wertes und kann leicht durch fleischlose Nahrung gedeckt werden.

Tierisches Eiweiß ist nicht hochwertiger als pflanzliches, was uns immer wieder vorgemacht wurde. Es kommt auf die richtige Zusammensetzung der Nahrungsmittel an. Dass tiereiweißhaltige Nahrung in der Evolution für die Entwicklung des Gehirns notwendig war, ist ein lächerliches Märchen, das verbreitet wurde, ohne kritisch nachzudenken. Auch die neueste Entdeckung des bisher ältesten Vor-Menschen, der Früchteesser war, widerlegt diese Behauptung ebenso wie Beobachtungen im Tierreich. So gibt es noch viele Beispiele über falsche Annahmen und Aberglauben.

Aber nun zu der Empfehlung, Fisch zu essen. Angenommen, dieses Mal stimmt die Empfehlung, mehr Fisch zu essen sei gesund. Anscheinend ist Fisch gesünder als Fleisch. Doch ein Mehrverbrauch von Fisch hätte noch verheerendere Folgen für das Meeres-Öko-System.

Schon jetzt entstehen schlimme Schäden durch Überfischung und Meeresbodenverwüstung, ganz zu schweigen von der unmenschlichen Art der Industriefischerei mit Delphinen und Haien als „Beifang“.

Die Züchtung von Fischen ist ökologisch auch sehr schlecht. Wie beim Fleisch werden die Nahrungsmittelressourcen verschwendet, weil für ein Kilogramm Fisch das vielfache Gewicht an Nahrungsmitteln verbraucht wird.

Die Abwässer mit Fäkalien und Pharmaprodukten, die in der Massenzucht eingesetzt werden, belasten die Umwelt drastisch. Das alles kann sich die Menschheit nicht mehr leisten.

Omega-3-Säuren im Fisch? Die gibt es genauso gut in Nüssen, Soja und weiteren pflanzlichen Lebensmitteln.

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