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Prävention ohne Expertise vor Ort?

15.05.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ragini Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Stadt möchte Extremismus vorbeugen“ vom 8. Mai. Aus der Zeitung war zu erfahren, die Stadt wolle fortan mit einem Präventionskonzept junge Menschen vor extremistischen Ideologien schützen. Zunächst ein lobenswerter, wenn auch sehr später Ansatz. Doch wer die Debatten hierzu im Vorfeld verfolgte, kann sich nun fragen, wieso dieses Angebot losgelöst von einer Expertise vor Ort zu den in der Stadt radikal agierenden Gruppierungen erfolgen soll. So zum Beispiel bei der Fatih-Moschee, die zu den rechtsextremen Grauen Wölfen gehört.

Auf der öffentlichen Facebook-Seite des Vereins ist seit Jahren zu lesen, wie viele junge Menschen hier ideologische Schulungen durch die Grauen Wölfe erhalten. Auch hatte der Interfraktionelle Antrag von März 2019 ein klares Ziel zu extremistisch muslimischen Gruppierungen in Nürtingen an die Verwaltung vorgegeben, diese möge einen Ist-Stand zu deren inhaltlicher und struktureller Arbeit darstellen.

Da frage ich mich, wie soll diese Prävention an den Problemen vor Ort ansetzen, solange die Stadtverwaltung nicht bereit ist, kritisch hinzuschauen, mit den Verantwortlichen die nötigen kritischen Gespräche zu führen und die Bürgerschaft darüber zu informieren?

Leserbriefe

Sie predigen Wasser und trinken Wein

Roswitha Oberländer, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Franziskus will keine ,Vogel-Strauß-Politik‘“ vom 11. Juni. „Im Gehorsam akzeptiere ich seine Entscheidung, so wie ich es ihm versprochen habe.“ Kardinal Marx ordnet sich den Anweisungen des Papstes unter. Wem ordnet sich der Papst als Oberhaupt…

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