Leserbriefe

Polizei hat keine aggressiven Hunde

15.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael C. Kiefer, NT-Neckarhausen. Zum Leserbrief „Überzogener Polizeieinsatz“ vom 7. August. Was Herr Hähnel alles gesehen hat, da muss er ja mehrere Augenpaare haben. Die fragliche Party im Tiefenbachtal war meines Erachtens reine Provokation gegenüber der Polizei. Herr Hähnel sollte die Probleme nicht bei der Polizei suchen. Warum sind die jungen Menschen nach der Aufforderung durch die Polizei nicht gegangen? Sie wussten, dass sie Verbotenes taten. Wollten sie den Zoff, um Stärke zu beweisen? Da spielt Alkohol immer eine Rolle.

Das Vorgehen der Polizei war richtig und sie machte präzise ihre Arbeit und in keiner Weise brutal. Handschellen müssen immer fest sein. Oder sollte es heißen: Würden Sie bitte die Handgelenke in die Fessel legen, und wenn’s drückt, polstern wir sie. Der vom Hund Gebissene fühlte sich stark, er ging auf den Hundeführer zu und machte ihn bestimmt noch aggressiv an. Wie kommt denn ein Jugendlicher dazu, einen Polizisten nach seiner Dienstausweisnummer zu fragen? Er hat sich selbst in Gefahr gebracht, da er den Sicherheitsbereich durchbrach. Das war kein Angriff, nein, sondern nach Paragraph 32 des BvFG Notwehr des Hundes. Der Diensthund fühlte sich bedroht, handelte instinktiv, um sein Team zu schützen, es ist seine Aufgabe. Herr Hähnel hat davon keinerlei Ahnung. Wenn Herr Hähnel sagt, es hätte viel mehr passieren können, ist das eine nicht relevante und unqualifizierte Vermutung, denn der Hundeführer hatte den Hund unter Kontrolle. Er konnte die Verhältnismäßigkeit der Situation einschätzen.

Herr Hähnel schreibt von einem aggressiven und speziell dafür ausgebildeten Hund. Das ist eine Unterstellung. Aggressive Hunde gibt es bei der Polizei nicht, solche finden keine Verwendung, da strengste Kriterien vorherrschen. Bissverletzungen von aggressiven Hunden sehen anders aus.

Das Spektakel, wie Herr Hähnel es nannte, wurde durch die Jugendlichen, welche sich unkorrekt verhielten, veranstaltet. Vielleicht sollte Herr Hähnel erklären, was Gewaltbereitschaft ist und wie sie entsteht.

Auch Jugendliche haben sich entsprechend zu verhalten. Das heißt Werte, Respekt, Regeln und Gesetze richtig zu erkennen und sie auch zu akzeptieren. Die Polizei sollte in der Lage sein, couragiert auf die Jugendlichen zuzugehen, um mit ihnen zu reden, meint Herr Hähnel. Ein „Bulle“ bin ich nicht, aber auch ein „Diensthundeführer“, zwar in anderer Funktion, aber einer, der viel Erfahrung hat.

Leserbriefe

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