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Polen und Europa

30.06.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Zum Kommentar Polnischer Größenwahn vom 26. Juni. Viel Lob gab es für die Bundeskanzlerin nach dem Sitzungsmarathon in Brüssel. Doch dieser Gipfel wäre besser gescheitert. Was dabei herauskam, war ein Krampf. Um es mit den Worten von Herrn Molitor zu sagen: Nach den Ärgerlichkeiten und den Unverschämtheiten der Kaczynskis der Bundesrepublik gegenüber zu tun, als wäre alles wieder normal, wäre wirklich unklug.

Wie recht er doch hat. Die Resonanz erfolgte bereits in einem widerlichen, fiesen Stil. Man verhöhnt die barbusige Kanzlerin mit den polnischen Zwillingen an der Brust. Das hat sie wirklich nicht verdient.

Ein vom Revanchismus infiziertes Europa hat keine Aussicht auf Bestand und Erfolg. Die beiden großen Europäer de Gaulle und Adenauer haben es erkannt und über die vielen Gräber hinweg die Grundlage für das damalige Kerneuropa geschaffen. Man hat nationale Interessen zurückgestellt, weil man nicht mehr wollte, dass alle paar Jahrzehnte die Jugend sich gegenseitig abschlachtete.

Dieses Heck-Meck mit den polnischen Brüdern hat der europäischen Idee sicher sehr geschadet und die Reaktion hätte ein klares So nicht! sein müssen. Aber so ist leider der Eindruck entstanden, wer lange genug quengelt, bis die Gegenseite entnervt aufgibt, kommt auch ans Ziel.

Die polnische Regierung gehört so lange in die Warteschleife, bis sie die europäische Lektion gelernt und verstanden hat. Auch die begehrlich ausgestreckten Hände nach Fördergeldern, die in der Hauptsache vom deutschen Steuerzahler stammen, hätte man nicht mehr bedienen sollen. Diese Sprache hätte man in Warschau ganz bestimmt verstanden, denn 67 Milliarden sind in den nächsten sechs Jahren neben noch vielem Kleinkrust für Polen vorgesehen.

Das makabre Spiel der paranoiden Zwillinge mit den Toten kann man so nicht stehen lassen. Sie sollten einmal darüber nachdenken, wie viel Deutsche ums Leben gekommen sind bei der Vertreibung als längst die Waffen ruhten. Auch sollten sie einmal Unterricht in Geographie nehmen. Ein Drittel des polnischen Territoriums ist ehemals deutsches Reichsgebiet. Die Weichselmündung mit Danzig haben sie vereinnahmt. Die Odermündung mit Stettin gehört ihnen ebenfalls. Was wollen sie denn noch?

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Gut dotierte Beamtenposten

Albrecht Dürner, Neckartailfingen. Zum Artikel „Lukrative Beamtenstellen“ vom 4. Mai. Ein sehr zweifelhaftes Vorgehen der noch amtierenden Bundesregierung wird beschrieben.

Schaffung von zusätzlichen B 8-Besoldungsstellen – 71 an der Zahl – dotiert mit mindestens 8300 Euro monatlich, eher…

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