Leserbriefe

Pflegemaßnahmen Neuffener Heide

17.02.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Zum Artikel „Streit um die Neuffener Heide“ vom 4. November. Da auf mein Schreiben vom 26. Oktober über das Mulchen in der Neuffener Heide keine Reaktion kam, schickte ich am 27. November eine Beschwerde an das Regierungspräsidium Stuttgart, Abteilung 5, Naturschutz ab. Es fand am 1. Dezember 2017 ein persönliches Gespräch mit der Leiterin der Abteilung 5 statt. Da meine Beschwerde im Namen der BUND-Gruppe Nürtingen erfolgte, bat ich um eine schriftliche Antwort. Diese erfolgte am 19. Januar 2018. In dieser war nun nicht mehr die Rede von „. . . wenn das Gras besonders niedrig ist, finden die Vögel viel mehr Nahrung . . .“, so Dr. Bauer vom Landratsamt. Was ja in sich eine seltsame Behauptung ist, sondern die Aussage „Die für den Herbst geplante Pflege war von uns mit dem Landschaftserhaltungsverband (LEV) abgestimmt und wurde entsprechend von diesem beauftragt. Dabei war keine flächige Nachpflege, wie sie nun erfolgt ist, vorgesehen . . .“. Das Landratsamt hat, so wie ich es verstanden habe, in diesem Fall eigenmächtig gehandelt.

Bedenklich fand ich allerdings, dass der LEV die Verantwortung für die Maßnahme dem Landwirt, der die Arbeiten durchführte, anheften könnte. Es heißt nämlich weiter. „Die mit der Pflege Beauftragten werden künftig noch intensiver als bisher eingewiesen.“ Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass ein Landwirt erstens mehr macht, als er angewiesen und zweitens wofür er bezahlt wird. Dies habe ich auch in dem Gespräch angeführt und mich dagegen gewendet, immer nur die Kleinen zu hängen.

Es ist bemerkenswert, dass eine Behörde Fehler einräumt, wenn auch sehr diskret. Denn sonst haben Ämter immer recht und der Untertan hat sozusagen keine Ahnung. Also nicht entmutigen lassen.

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