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Pflastersteine sind keine Verbesserung

26.06.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Margrit Brenner, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Pflastersteine und Begrünung stoßen auf Kritik“ vom 14. Juni. Das erste „Starkregenereignis“, das Keller und Gärten in der Schul- und Heuspachstraße überflutete, fand in Oberboihingen bereits am 26. Juni 1996 statt! Ich erinnere mich deshalb sehr gut daran, weil ich zu diesem Zeitpunkt gerade einen Besuch dort gemacht habe und über die Ausmaße entsetzt war. Es fand also nicht vor 15, sondern vor 25 Jahren statt! Die Gemeinde lässt sich also sehr viel Zeit, um die Situation dort zu verbessern. Dass Bordsteine künftig wegfallen und stattdessen Pflastersteine mit etwa drei Zentimeter über dem Straßenniveau eingebaut werden sollen, ist meines Erachtens keine Verbesserung.

In Gebieten, die von starken Regenfällen betroffen sind, wird seit jeher mit hohen Bordsteinen dafür gesorgt, dass das Wasser keinen leichten Zugang in Häuser, Garagen und Gärten hat. Dass die Gehwege statt mit einem Asphalt- nun mit einem Pflasterstein-Belag versehen werden sollen, ist meines Erachtens ebenso eine Verschlechterung. Abgesehen davon, dass ein Pflastersteinbelag sowohl im Sommer als auch im Winter sehr pflegeintensiv und dazu auch noch gefährlich ist, ist er auch noch sehr lärmintensiv (Nutzung mit rollenden Gegenständen wie Mülleimer, Go-Karts, Koffern et cetera).

Weil ich mit all dem Erfahrung habe und der Klimawandel wahrscheinlich weitere Unwetter mit sich bringen wird, erlaube ich mir als „Nicht-Oberboihingerin“ diesen Leserbrief zu schreiben und ihn mit den Worten des Buchautors Dr. Gerhard Raff zu beenden: „Herr, schmeiß Hirn ra!“

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