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Leserbriefe

Personal weg – Gewinn rauf

23.12.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Weber, Aichtal. Zum Artikel „Offener Schlagabtausch im Vorstand“ vom 22. Dezember. Vor zirka zwei Monaten ließ die Führung der Volksbank Kirchheim-Nürtingen offiziell wissen, dass ihre Gewinnschöpfung erfreulich ist. Was wäre dagegen einzuwenden? Zu betrachten ist solche Nachricht aktuell unter dem Aspekt angekündigter Bankermoral beziehungsweise notwendiger Gewinnmargen – kurz einer neu verbrieften Anständigkeit. Deshalb stellte die Volksbank ihren Kunden per Sprecher jüngst (weihnachtlich großzügig) und indirekt einen 0,4-Prozent-Habenzins-Zuwachs in Aussicht, wenn sich der (erfolgsschädigende) Personalüberhang abbauen ließe. Lautwerden seitens Personal und Kunden kann also nur daneben liegen – gedacht ist im Grunde nur ein Liebesbeweis der Bank an ihre Kundschaft, und da sollte die Belegschaft schon mitmachen – so viel sollte ihnen das Unternehmen am Herzen liegen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht die Erkenntnis des Personalüberhangs, aber inzwischen muss doch jedem klar sein, dass selbst der letzte Arbeitnehmer nur ein Kostenfaktor sein kann, und wo fünf gearbeitet haben, kann es auch einer – die Räumlichkeiten sind ja da. Nun, man muss dem Lenkgremium der Volksbank einfach zugestehen, alten verbliebenen Seilschaften jener geübten Profitlust ein Stück Tradition zu bieten, wenigstens für eine angemessene Frist bis zur moralischen Metamorphose, die in Arbeit ist. Selbst Verzinsung und Sollabrechnungen der Volksbank wurden in ein sehr gesundes Verhältnis zur Bank gebracht (deshalb das anfängliche Frohlocken in diesem Text). Vergleichen wir nur zum Beispiel die Praxis der Volkswagen-Bank, die teilweise ein Mehrfaches an Zinsleistungen bietet, dann zeigt sich sehr schnell, dass die Kirchheim-Nürtingen-Volksbank sich ihres Namens (VOLKsbank) bewusst ist, für diese Region steht und bei sich für ihre Kunden anspart, damit diese immer weniger mit ihr zu tun haben müssen und alle Abwicklungen sozusagen wie von selbst laufen – per Geldautomat oder PC. So stellt man sich ein Vorzeigeunternehmen nach dem Bankencrash vor.

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Das Geld in Kitas und Grundschulen stecken

Uli Kirchner, Nürtingen. Zum Artikel „Land belohnt Schulleitungen“ vom 19. November. Kann das sein? Oder ist das einfach nur falsch gemeldet? Die Hauptlast tragen doch nicht Schulleitungen, sondern die Lehrerinnen und Lehrer, die mit wechselnden Dienstplänen, Maskenschutz, Gesprächen mit Eltern…

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