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Ortsmitte zu schade für 08/15-Lösung

20.02.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ina Bauder, Tischardt, Ortschaftsrätin. Zum Artikel „Wohin mit der Feuerwehr?“ vom 13. Februar. In der Kommunalpolitik, und nicht nur da, zeigt sich Charakterstärke in der Fähigkeit, eine einmal geäußerte Meinung zu ändern, wenn neue Fakten auf den Tisch kommen. Es ist richtig, dass sich der Ortschaftsrat Tischardt mit der Gestaltung der neuen Ortsmitte in Tischardt beschäftigt hat. Es ist richtig, dass Bedarfspläne erstellt und Wünsche gesammelt wurden. Richtig ist aber auch, dass der Ortschaftsrat seit der Mehrfachbeauftragung im Jahr 2012 nicht mehr öffentlich über die Thematik gesprochen hat.

Im letzten Jahr ist durch den Kauf eines Hauses direkt neben dem alten Anbau eine völlig neue Situation entstanden. Vorher war neben dem Rathaus nur Platz für eine Doppelgarage und ein paar Parkplätze für die Feuerwehr. Jetzt wäre Platz für eine Wohnbebauung an dieser Stelle. Das wäre sinnvoller, als diese Hälfte der neuen Ortsmitte durch eine Feuerwehrgarage und mindestens sechs Parkplätze dauerhaft zu blockieren. Jetzt könnte das alte Rathaus tatsächlich freigestellt statt durch einen Anbau einer Flachdachgarage halb verdeckt werden.

Alles, was der Ortschaftsrat an Vereins- und Verwaltungsnutzungsbedarf ermittelt hat, könnte im sanierten Rathaus in Kombination mit dem Bürgersaal stattfinden. Die Feuerwehr könnte im Gewerbegebiet unter besseren Bedingungen arbeiten als in der Ortsmitte. Für mich ist klar, dass ich einer besseren Lösung zustimme, schließlich wird dadurch die Ortsmitte belebt und der Zuzug durch die zusätzliche Wohnnutzung nützt und stärkt auch die vorhandene Nahversorgung. Für 08/15-Lösungen ist mir unsere Ortsmitte zu schade. Wir haben eine Verantwortung auch für unsere Nachfahren.

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