Leserbriefe

Orpheus im Kreuzkirchpark

19.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Raimund Popp, Nürtingen. Orpheus übt zurzeit in der Unterwelt mit dem Licht und Schatten des Kreuzkirchparks. Jetzt beginnt hoffentlich auch die Zeit auf dem Park der Oberwelt. Herr Erwerle hat hierzu angeregt. Wir Nürtinger sind aufgerufen, unsere Vorschläge einzubringen. Ich habe mir am Sonntag mal den Platz aus 500 Positionen und Winkeln betrachtet und fotografiert. Daraufhin werde ich auch meine Vorschläge unterbreiten. Ich hoffe, dass auch viele andere Menschen ihre Vorschläge einbringen.

Grundlegend ist schon die Entscheidung der Stadt, ob die Busdurchfahrt endlich auf die Uhlandstraße verlegt wird und die Fußgängerzone somit gefahrenfrei wird. Eine Forderung vieler Eltern. Denn wenn Verkehr eine unmittelbare Gefahr bleibt, dann braucht man sich nicht groß anstrengen. Dann wird die obere Hälfte faktisch auf das hintere Viertel reduziert. Wäre es nicht Orpheus, würde er eine symbolische Gretchenfrage stellen. Vielleicht stellt er sie ja noch. Ich sehe es so: der untere Platz bleibt der architektonischen Unterwelt, der obere Platz den Menschen. Wenn jeder das Gebiet des anderen in vollem Umfang und Gestaltung respektiert, dann hat jeder ein halbvolles Glas, aus dem man trinken kann.

Die Zusammenfassung der Kinderwünsche aus 2001 ist recht einfach und klar: wir wollen klettern, rutschen, Wasser und Toiletten und einiges mehr. Das ist sicher kein Architektentraum, sondern eher ein Alptraum. Die Kletterspinne würde ich in einem Rondell mit angrenzenden Sitzplätzen zwischen dem jetzigen Hölderlinbrunnen an der Kirchenrückseite platzieren, damit die derzeitige dunkle Ecke verschwindet. Dort, wo jetzt die Spinne steht, käme eine Kletterburg mit Rutsche und Sand hin.

Wo jetzt die Mütter vor dem Spielplatz stehen, soll ein runder Treffpunkt mit Bänken und einer Infotafel sein.

Die Infotafel ist teils optisch und inhaltlich von Kindern für Eltern und Kinder. Der zweite Treffpunkt ist auf der Erhöhung vor der Stadthalle. Auch dieser gehört angepasst.

Den Hölderlinbrunnen würde ich halbieren, ebenerdig setzen und einen Wasserlauf gestalten (siehe Kinderbecken Freibad) als Kopf einer stilisierten zehn Meter langen Menschenzeichnung, die einen Übergang von der Fußgängerzone vollzieht. Meine Frage ist: Was wird aus den Vorschlägen und wie kann ich und die Öffentlichkeit die Vorschläge der Mitmenschen verfolgen und gegebenenfalls nachfragen?

Leserbriefe

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