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Nürtingen und die Freiluftgastronomie

05.07.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Roland Rath, Neuffen. Zum Artikel „Nürtingen in der Spitzengruppe“ vom 28. Juni. Ist das nicht toll, haben die Nürtinger auch mal verdient, dachte ich mir noch beim Lesen der Überschrift. Aber, leider wie so oft im Leben, der erste Eindruck kann auch trügen.

Nach dem Lesen des Artikels war ich etwas schlauer und dachte mir: Diese Idee der „Innenstadtbelebung“ als solche hat ja schon etwas und klingt genial. Zuerst die Erkenntnis: hups, unsere Innenstadt ist unmöbliert und leer, wird nicht angenommen. Dann die ganz neue Idee: da müssen wir was ändern, die müssen wir möblieren und beleben. Nach einigen Überlegungen die Lösung, das könnte doch die Gastronomie für uns erledigen. Dies natürlich als Entgegenkommen und vielleicht auch als Bürgernähe schön als Geschenk verpackt – ist doch was. Dass Gebühren hierfür erhoben werden müssen, das versteht sich ja von selbst, und der „Kämmerer“ sowie die Stadträte haben sicherlich nichts dagegen.

Nun, ich bin nicht vom Fach und es gibt sicherlich nachvollziehbare Gründe, dass Nürtingen in dieser Top-13-Liste den Platz vier belegt und unsere Kreisstadt Esslingen zu den „Billiganbietern“ gehört. Schön, dass der Oberbürgermeister die Sache etwas gelassener sieht und darauf aufmerksam macht, dass die Nürtinger Gastronomen ja in der Woche auch 30 Minuten und am Wochenende gar eine Stunde länger geöffnet lassen dürfen. Ist ein Argument. Dass trotz so vieler Studenten diese Angebote so wenig genützt werden, dass es überhaupt so wenige „Freiluftgastronomen“ gibt, das liegt natürlich nicht an der Stadt und schon gar nicht an den Verantwortlichen. Schuld sind die anderen – das kenne ich doch irgendwie und irgendwie stimmt das auch.

Wir brauchen Spiel- und Bolzplätze, Kindergärten und Jugendhäuser – ganz dringend, aber nicht in „meiner Straße“. Viel zu laut! Ich verstehe auch die Gastronomen. Wenn erst mal circa 3300 Hefeweizen verkauft sein wollen – ich würde es mir auch überlegen. Ich verstehe auch die Städte, denn welche Stadt ist nicht klamm. Ich verstehe nur nicht, warum Nürtingen sich über diesen Platz vier freut und sein Oberbürgermeister auch noch darauf aufmerksam macht, dass Nürtingen durchaus nicht am oberen Ende der Gebührenskala liege. Dort liegt Stuttgart auf Platz drei, Kirchheim auf Platz zwei und Böblingen ist Sieger und diese Städte lassen sich natürlich und auf jeden Fall mit Nürtingen vergleichen.

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Kein Verständnis für Schließungen

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zehn Quadratmeter also. Drei auf drei, um den einzelnen Supermarktkunden herum. Macht drei Meter Abstand zum nächsten. Vielleicht machbar, aber kaum zu kontrollieren. Und im Falle von Unterschreitung oder Weigerung kaum zu ahnden, weil es nicht strafbewehrt…

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