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Niemand hat dies gefordert

24.11.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Frank Albrecht, Nürtingen. Zum Artikel „Ein Fuchs war vermutlich der Missetäter“ vom 21. November. Die Äußerungen des Zoodirektors der Wilhelma Stuttgart, Dr. Jauch, über vermeintlich „Zoologisches“ lassen erhebliche Fragen und Zweifel über die Glaubwürdigkeit des Doktors aufkommen. So meinte Herr Jauch noch am 28. Februar 2008, kurz nach Verschwinden von Pinguin Babe, in den Medien, „dass ein Fuchs dahintersteckt, ist so gut wie ausgeschlossen“. Heute weiß er es plötzlich doch besser und macht wieder einmal den Fuchs zum Täter. Beweise hierzu liefert er aber offensichtlich nicht. Dass sein Pinguin eventuell auch ausgebüxt sein könnte, liegt aber viel näher, denn für ihren Sinn nach Freiheit und ihre Flucht vor dem ständigen Anfassen gibt es Beweise.

Die eigentliche Krone setzt „Mr. Wilhelma“ dann aber noch drauf, als er behauptet, „nach Ansicht eines PETA-Aktivisten sollte er (Eisbär Knut) eingeschläfert werden“. Fakt ist jedoch, niemand bei PETA Deutschland hat dies je gefordert. Auch der Tierpark Berlin hat sich in einem gerichtlichen Vergleich dazu verpflichtet, diese ehrenrührige falsche Tatsachenbehauptung nicht mehr aufzustellen oder zu verbreiten. Ist die Unwahrheit wirklich das einzige Mittel, das Dr. Jauch Kritikern entgegenzubringen hat? Besonders beschämend empfinde ich jedoch, dass sich eine Journalistin nicht berufen fühlt, den Wahrheitsgehalt einer Zoodirektoraussage zu prüfen. Ein ganz kurzer Anruf bei PETA hätte genügt, um einen als gemeinnützig anerkannten Verein vor einer möglichen Verunglimpfung zu bewahren.

Leserbriefe

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