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Leserbriefe

Nachhaltigkeit ist eine Frage der Vernunft

10.02.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zu den Leserbriefen „Populismus statt Argumenten“ vom 6. Februar und „Statt Argumenten nur Populismus“ vom 4. Februar. Von Eigentum und Besitz über Populismus und politischen Argumenten bis zu beruflicher Tätigkeit und Engagement in der Freizeit. Es ist eine besondere Vielfalt der Vorwürfe und Unterstellungen. Unabhängig davon danke ich der Redaktion der Nürtinger Zeitung dafür, dass sie dieser Vielfalt an Lesendenmeinungen hier ein Forum bietet.

Nun ist es aber unvermeidlich, dass ich in angemessener Form auf die Vorwürfe der Herren Niefanger und Meerjans eingehe, die mir in unterschiedlicher Wortfolge dasselbe vorwerfen, Populismus, frei von Argumenten. Was die Herren eint, ist die Freude am Fahren von Fahrzeugen der Geschichte eines bayrischen Herstellers und sie fühlen sich durch mich mindestens auf ihr gutes Stück getreten. Das ist aber keineswegs meine Absicht, denn so wie die Herren in der Freizeit ihre Relikte der automobilen Zeitgeschichte pflegen, beschäftige ich mich auch in meiner Freizeit mit Politik. Politisches Engagement in der Freizeit, das gibt es!

Die Herren sind augenscheinlich auf anderer politischer Linie als ich und die Partei für die ich mich im Ehrenamt engagiere, daher kommen sie nicht umhin die Ideen dieser Partei zu schmähen. Nachhaltigkeit ist für uns keine Monstranz, sondern ein Grundsatz unseres Handelns. Nachhaltigkeit ist eine Frage der Vernunft, die technisch überholte Dinge nicht zwingend erhält. So benützen auch wir Smartphones und keine Telefonzellen in der mobilen Kommunikation, auch wenn die gelben Häuschen an sich noch erhalten wären.

Auch achten wir das Grundgesetz. Damit auch das Eigentum des Einzelnen wie es in Artikel 14 festgelegt ist. Allerdings haben bereits die Eltern des Grundgesetzes das Eigentum durch Gesetze beschränkt und auch die soziale Verpflichtung des Eigentums festgelegt. So hat eben auch Eigentum seine Grenzen und so gibt Besitz dem Besitzenden keinen Freibrief.

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