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Müssen aus den Fehlern lernen

10.10.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jens-Heiko Adolph, Nürtingen. 2009 konnte die Entkernung des Hölderlinhauses (Höha) durch Bürgerproteste noch mal verhindert werden. Doch 2020 hat der Gemeinderat mehrheitlich entschieden: Entkernung und Aufstockung. Von ursprünglich 3,5 Millionen stiegen die Sanierungskosten innerhalb von circa zwei Jahren auf sieben Millionen Euro. Man munkelt bereits von 8,5 Millionen Euro. Muss so viel Steuergeld für die Fast-Zerstörung eines historischen Denkmals wirklich sein? Zudem wilde Thesen: der 50-prozentige Zuschuss wäre sonst verloren gegangen. Oder: man brauche dringend Räume für die VHS.

Ganz anders die Faktenlage: Das Hölderlinhaus in Lauffen wurde zu 80 Prozent bezuschusst, der Raumbedarf der VHS ist bis heute nicht nachgewiesen und im Zeitalter der Digitalisierung mehr als fragwürdig. Wie viel Fläche nun tatsächlich hinzukommt ist noch immer unklar. Es bestehen erhebliche Zweifel hinsichtlich einer professionellen Planung, Ausschreibung und Auftragsvergabe. Dabei geht es doch um erhebliche Steuergelder in einem ohnehin stark verschuldeten Haushalt.

OB Fridrich muss nun beweisen, dass er sich für Transparenz starkmacht. Als Verwaltungschef hat er es in der Hand. Wie? Durch die Bildung einer kleinen, pragmatischen Arbeitsgruppe, die die Planung und Vergabe mit einem externen Profi prüft, beurteilt und Verbesserungen erarbeitet. Anschließend Information an Gemeinderat und Bevölkerung. Wir müssen aus Fehlern lernen! Im Falle von Ablehnung bitte ich alle Fraktionen des Gemeinderats, unverzüglich den Rechtsweg einzuschlagen, um mögliche Geldverschwendungen zu verhindern. Schließlich fehlt es an Mitteln für Schulen, Turnhallen und vielem mehr.

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