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Motorradlärm auch in Neuffen

21.04.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Matthias Gläser, Neuffen. Zum Artikel „Keine Motorradlärm-Displays“ vom 18. April. Mit Erstaunen las ich in im Bericht, dass unser Neuffener Bürgermeister Bäcker für die Anschaffung von Lärmdisplays keinen Anlass sieht, da die Lärmbelästigung durch Motorradfahrer aufgrund verstärkter Polizeikontrollen auf der Neuffener Steige schon nach wenigen Wochen spürbar nachlasse.

Als Anwohner kann ich das leider nicht bestätigen. Zwar wird tatsächlich verstärkt kontrolliert, vielen Dank dafür an die Polizei. Diese Kontrollen sind aber eben nicht dauerhaft. Außerdem sprechen sie sich im digitalen Zeitalter schnell herum und die Fahrt auf der gesperrten Strecke wird dann eben auf die Zeit nach der Kontrolle verschoben. Am Karfreitag habe ich auf der Neuffener Steige nachmittags in knapp 38 Minuten 27 Motorräder gezählt – das sind mehr als 40 Motorräder pro Stunde auf einer Strecke, wo es kein einziges sein dürfte! Auch dieses Wochenende waren es nicht weniger. So viel zum Thema Wirksamkeit von Kontrollen.

Aber es gibt sie ja schon, die wirksamen Maßnahmen, um Lärm zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen: Geschwindigkeit reduzieren, Streckenverbote und Tempolimit konsequent kontrollieren. Warum ist auf der Neuffener Steige, einer Straße im Biosphärengebiet und gleichzeitig Magnet für viele Radfahrer, Tempo 100 erlaubt? Warum werden das Streckenverbot und das geltende Tempolimit nicht von einer Radaranlage überwacht?

Gleiches gilt für innerorts: Im Landkreis Esslingen haben wir mit die höchste Blitzerdichte in Deutschland; viele Orte haben inzwischen auch auf den Hauptstraßen Tempo 30 oder Tempo 40. In Neuffen hingegen: kein einziger Blitzer, keine Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Unser Bürgermeister setzt sich sehr medienwirksam für den Tourismus (CMT, Hochgehberge, Biosphärengebiet) und andere, durchaus gelungene Veranstaltungen wie den Bergpreis ein. Gleiches Engagement erwarte ich auch, wenn es um die Gesundheit und die Sicherheit seiner Bürger geht. Oder gibt’s dafür einfach zu wenig Publicity?

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