Leserbriefe

Melchior-Areal in ISEK einbinden

29.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Julia Rieger, Nürtingen. Zum Artikel „Kunstakademie muss weiter bangen“ vom 17. Januar. Ich war bei der Gemeinderatssitzung als Zuschauerin und hatte den Eindruck, ich sehe den Wald, den die Akteure „da vorne“ vor lauter Bäumen nicht sehen. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wurde genehmigt, und gleich darauf haben es (fast) alle vergessen. Das ISEK sieht einen Zeitraum bis 2014 vor.

Innerhalb dessen soll die Richtung, wohin Nürtingen in Sachen Klima, Bau, Kunst, Zusammenleben und so weiter langfristig hin will, zusammen mit der Bürgerschaft (und damit auch HFWU, FKN und so weiter) erarbeitet werden. Da wäre es für mich nur logisch, die Idee für ein Kunst- und Kulturzentrum am Neckar, erarbeitet von Frau Grau, FKN und anderen Institutionen, aufzugreifen und einzubinden in das ISEK.

Später, in nicht öffentlicher Sitzung, wurde über den Quadratmeterpreis für das Wörth verhandelt – und beschlossen. 300 Euro pro Quadratmeter wurden genannt. Ist das alles? Beste Lage – mindestens 450 Euro wären drin gewesen.

Kurz vorher entschied das gleiche Gremium, „die charmante Idee“ eines Kunst- und Kulturzentrums allein aus Finanzgründen nicht zu unterstützen. „Wir wollen ja, aber haben leider kein Geld.“ Wenn der Gemeinderat tatsächlich hinter einem (finanzierbaren) Kunst- und Kulturzentrum im Melchior-Areal stünde, dann wäre ein eindeutiger Auftrag ermutigender. Zum Beispiel Planungsamt und der Technische Beigeordneter würden beauftragt, die inhaltliche Arbeit von Frau Grau und der Kunst- und Kulturschaffenden zu unterstützen und gemeinsam nach einer städtebaulich machbaren Lösung zu suchen. Frau Grau bekäme den Auftrag, weiter mit den Kulturschaffenden zu sondieren und Fördergelder zu erschließen.

Entschieden wurde jedoch: bis September aussitzen. Das Planungsamt kocht für sich, Frau Grau kocht woanders, und der Gemeinderat sucht sich im Sommer aus, wo er essen will. Egal ob’s schon gar ist oder nicht. Hauptsache billiger. Kooperation und einvernehmliche Lösungen sehen anders aus.

Da hilft auch die an sich sehr gute Idee nicht, die Nürtinger HFWU einzubinden. Sie darf dann die Zutat sein, die den Kohl auch nicht fett machen. Und wir sind schon alle satt, wenn etwas später die guten erlesenen ISEK-Speisen aufgetischt werden. Schade.

Leserbriefe

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