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Meinungsfreiheit ein Lebensfaktor!

02.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reiner Essl, NT-Reudern. Zum Artikel „Muslimische Eltern setzen Lehrer unter Druck“ vom 21. Oktober. Also hat die Bibel nicht recht, dass sich drei Könige auf den Weg machten, um in Bethlehem dem kleinen Jesu zu huldigen, wenn man das Synonym der drei damals bekannten Erdteile Europa, Asien und Afrika eines dunkelhäutigen Königs Melchior beraubt und somit einen Torso hinterlässt.

So geschehen in der Münstergemeinde Ulm. Es lässt manchen Beobachter sprachlos werden. Es ist auch ein Teilverlust unserer Meinungsfreiheit, wenn man die Existenz des schwarzen Melchiors mit dem Racial-Profiling in Verbindung bringt. Kein Mensch hatte einen rassistischen Gedanken verspürt, vielmehr nur weiße Könige hätten eine Ablehnung von Menschen mit anderem Aussehen zur Folge. Das Aussehen spielt bei uns eine untergeordnete Rolle, vielmehr sind es zum Teil Menschen aus einem anderen Kulturkreis, die unsere Werteordnung und das Grundgesetz nicht als das ihrige sehen und sich renitent gegen unsere Polizeiorgane stellen. Dass es Frust bei der Polizei generiert, könnte mit auch ein Grund sein, dass sich rechtsgerichtete Tendenzen entwickeln können. Oder gar eine Hilflosigkeit anzeigen, wenn sie sich verbalen und körperlichen Attacken ausgesetzt sehen.

Es ist auch der Verlust von Meinungsfreiheit, die uns hindert, verbal unserer Polizei zur Seite zu stehen. Es ist nicht alleine die zum Teil fehlende Werteordnung, die Menschen aus einem anderen Kulturkreis als suspekt empfinden. Es ist auch die Gefahr durch andere Glaubensansichten, die sich als tödlich erweisen. Das zeugen die vielen Toten durch Islamisten von Berlin bis Paris mit bestialischen Tötungen. Alle Morde wurden wie eine Naturkatastrophe hingenommen, wobei die Hautfarbe der Täter keine Rolle spielte und eine vorausgegangene Diskriminierung schon gar nicht.

Es wird eine Zeit brauchen, für Menschen mit anderem Aussehen die richtige Bezeichnung zu finden, um Philanthropen und Misanthropen zu beruhigen. Aber der Mensch sollte im Mittelpunkt stehen, wenn er sich auch als solcher benimmt. Auch der Struwwelpeter als beliebte Lektüre vieler Kindergenerationen muss umgeschrieben werden, denn ein dunkelhäutiger Mensch mit einem Schirm könnte das Racial-Profiling befeuern. Das hatte Heinrich Hoffmann vor 160 Jahren schon begriffen und sich auf die Seite des schwarzen Mohren gestellt und alle Lacher einheitlich dunkel gefärbt. Das gilt es zu bedenken, ob eine Diskriminierung eines Menschen alleine durch seine Hautfarbe in unserem Land so wie viele Menschen es sehen wollen überhaupt Bestand hat!

Leserbriefe

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