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Mehr Augenmaß in Brüssel

20.02.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Zum Artikel „Schweizer Stimme gegen deutsche Grenzgänger“ vom 10. Februar. Das kleine Stückchen Erde auf dem Globus namens Westeuropa mit der Premiumadresse Deutschland ist allein nicht in der Lage, die Problematik der Zuwanderung paradiesisch zu lösen. Die Schweizer haben das erkannt und gegen eine weitere ungebremste Zuwanderung gestimmt. Es geht dabei nicht um totale Blockade, sondern um kontrollierte Immigration. Aber statt aus diesem Ergebnis für Deutschland gültige Schlüsse zu ziehen, wirft man den Eidgenossen Dummheit und „unzivilisierte Bergler“ vor.

Hilfreich wäre für unsere Politik etwas mehr ehrliche Selbstkritik, denn auch hier will man einen kontingentierten und keinen wilden Zuzug von Asylanten. Das Unbehagen sitzt tief in der deutschen Volksseele. Man will nicht, dass unsere Errungenschaften schamlos ausgenutzt werden. Es geht schließlich um unser funktionierendes Staatssystem, um unsere Infrastruktur und um unser weltweit bekanntes Sozialsystem. Die Ghettoisierung in den Städten mit ihrer fast eigenen Selbstjustiz hat das Erträgliche längst überschritten. Viele Kommunen stöhnen schon jetzt unter der Bereitstellung von Wohnraum für Asylanten, steigenden Mieten und Immobilienpreisen. Von der Zersiedelung der Landschaft ganz zu schweigen. Hier trifft es den Bürger hautnah.

Niemand will eine Blockade der Immigration aber der ansässige Bürger verlangt zu Recht, dass seine ureigenen Nöte, gesellschaftlicher und schulischer Art und die des Alltags, ernst genommen werden. Sonst könnte die Europawahl im Mai zu einer negativen Sensation werden. Brüssel lässt in Kiew die Muskeln spielen. Man hat aus dem Mittelmeer-Desaster anscheinend nichts gelernt. Man bietet der Ukraine die Mitgliedschaft an, obwohl man genau weiß, dass darüber der Kreml in Moskau entscheidet. Ein Herr Putin kann das aus Prestigegründen nicht zulassen.

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