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Meckern über die grüne Verkehrspolitik

28.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Artikel „Weiterhin Ärger mit verspäteten Zügen“ vom 18. November. Der CDU-Landtagskandidat im Wahlkreis Nürtingen reitet wieder sein so vertrautes Steckenpferd, er kritisiert in populistischer Art und Weise den Verkehrsminister des Landes für die Modernisierung des Bahnverkehrs im Land. Diese Kritik zieht sich nun wie ein roter Faden durch das verkehrspolitische Wirken des abgewählten Landtagsabgeordneten. Bereits im Januar 2016 schrieb er von den „untauglichen S-Bahn-ähnlichen Zügen“, die in Zukunft auf den Linien eingesetzt werden sollen. Unbestritten gab es bei den namhaften Herstellern der neuen Züge Lieferschwierigkeiten, die nicht vorhersehbar waren.

Wer nun aber in den neuen Zügen fährt, erlebt wie wenig Substanz Kunzmanns Unkerei 2016 hatte. Auch kann niemand in Abrede stellen, dass der Übergang vom ewigen Monopolisten DB zu den neuen Betreibern schöngeredet werden soll. Trotzdem muss man auch feststellen, dass hierfür unter anderem auch die DB verantwortlich ist.

Nun aber zu den leider viel zu oft auftretenden Verspätungen und Zugausfällen. Die gab es im Übrigen schon immer. Man kann nun natürlich mittels der sozialen Medien den Eindruck erwecken, dass Ausfälle der Standard wären, Kunzmann bringt es hier zu einer gewissen Meisterschaft. Der Grund liegt wohl eher in den durchgebundenen Linien. Eine Idee, die mit dem Durchgangsbahnhof S 21 entstand und dessen offensichtliche Schwächen zeigt. Ob die Linienführung von Tübingen bis ins Bauland nach Osterburken wirklich sinnvoll ist, mag kritisch hinterfragt werden. Eine Evaluation zu gegebener Zeit mag hier Klärung schaffen und neue Lösungen bringen, vielleicht funktioniert ja auch irgendwann S 21 wirklich.

Das neue System kommt in Gang, insbesondere auch durch die Unterstützung des Landes. Es wird besser. Vielleicht sollte sich der CDU-Kandidat im Wahlkreis Nürtingen einmal um die wirklichen Probleme kümmern, statt immer wieder reflexhaft und populistisch über eine letztendlich erfolgreiche Verkehrspolitik zu meckern.

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