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Leserbriefe

Man wird gleich in eine Ecke gestellt

19.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Hiemer, Neckartailfingen. Zum Leserbrief „Stuttgart 21 und die Volksabstimmung“ vom 15. Dezember. Jeden einzelnen Satz des Leserbriefes zu S 21 von Bernd Weber kann ich nur unterstreichen. Es ist geradezu eine Wohltat, dass sich die schweigende Mehrheit auch mal zu Wort meldet. Über ebendiese schweigende Mehrheit beklagt sich Herr Weber und hat damit wiederum recht. Es mag Bequemlichkeit sein, dass sich die zu diesem Kreis zählenden Bürger zurückhalten. Vor allem ist es wohl jedoch die Angst, gleich in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden.

So werden Personen in den unsäglichen Jauch-, Will- und Illner-Talkshows von den keifenden Künasts, Roths und Nahles’ niedergebügelt, wenn sie Meinungen vertreten, die nicht dem allgemeinen Mainstream und Sozialgekuschel entsprechen. Wer gegen die Gleichstellung der Homoehe ist, bekommt sein Fett ab, obwohl es dagegen Gründe gerade genug gibt. Wer für das Betreuungsgeld ist, wird als Herd-Prämien-Fan bezeichnet. Es muss doch wohl jeder Mutter selbst überlassen sein, ob sie ihr Kleinkind, es geht hier um Ein- bis Dreijährige, in ihrer Obhut belassen oder in ein DDR-ähnliches Krippensystem geben will. Was dort aus dem Nachwuchs oftmals geworden ist, braucht nicht speziell erwähnt zu werden.

Ganz vorsichtig muss man sein, wenn es um Asylanten oder Migranten geht. Thilo Sarrazin kann ein Lied davon singen, obwohl er, wohlgemerkt als SPD-Mitglied, nur Tatsachen auf den Tisch legte. Die Polizisten sind zu Prügelknaben der Nation verkommen, werden bespuckt und geschlagen und bekommen ein Verfahren an den Hals, wenn sie sich wehren. Man nehme nur den sogenannten „schwarzen Donnerstag“. Wenn ich Einsatzwagen entere, muss ich halt damit rechnen, dass Gegenreaktionen kommen. Womit wir wieder bei S 21 wären. Die Redaktion behält es sich oftmals vor, Leserbriefthemen zu beenden, wenn es damit genug ist. Da die Zahl der S-21-Befürworter eher steigt, wohl auch wegen der nervigen, undemokratischen und dazu für den Steuerzahler kostspieligen Agitation der Gegner, wäre es schön, wenn die NZ-Redaktion zu diesem Entschluss kommen würde.

Leserbriefe

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