Leserbriefe

Man muss die Lösung wollen

27.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jens-Heiko Adolph, Nürtingen. Zum Artikel „Wörth-Areal: Antrag auf Öffentlichkeit abgelehnt“ vom 19. September. Mit Ausnahme der Nürtinger Liste/Grüne verweigern Stadtverwaltung (SV) und Gemeinderat (GR), die 900 Einsprüche mit Bürgern zu diskutieren. Darüber hinaus Polarisierung durch die Unterscheidung „Einsprüche vom Forum Wörth initiiert“ oder von „Privatbürgern“. Was soll das? Sachlich richtig ist, dass hinter allen Einsprüchen ein Bürger steht, der sich mit Adresse und Unterschrift authentifiziert hat. Und übrigens: Das Forum ist eine unparteiische Plattform für alle. Durch circa 1500 Unterschriften legitimiert, die gleich zu Beginn 2011 an wenigen Wochenenden gesammelt wurden. Zum Vergleich: Der OB wurde nach acht Jahren Amtszeit und monatelangem Wahlkampf gerade mal mit circa 6000 Stimmen gewählt! Dann die Aussage der Stadtverwaltung bezüglich der Hochwassergefahrenkarte. Ich hätte einen Aufstand im Gemeinderat erwartet. In Industrieunternehmen disziplinarische Folgen nach sich ziehend, möchte nur ein einziger GR (Dr. Wetzel/SPD) der Sache nachgehen. Man darf auf die Konsequenzen gespannt sein. Und dann die Aussage des OB, man habe in der Öffentlichkeit genügend diskutiert. Diskutiert ja, genügend nein, Offenheit, Transparenz, Ernsthaftigkeit nein. Der Beweis wurde von einem GR-Mitglied selbst erbracht, indem er öffentlich den Runden Tisch als „Verarsche“ bezeichnet hat. Zu guter Letzt die Aussage des OB, dass das Wörth-Areal voll bebaut werden müsse, weil Anfragen von expandierenden Firmen vorlägen, die für ihre Mitarbeiter Wohnungen suchten. Allein schon durch die Gebiete „Reich, Psychiatrie und Ölkrug“ dürften circa 200 Wohnungen entstehen. Die einreihige Bebauung am Wörth würde nochmals circa 60 bis 70 Wohnungen dazubringen. Zusätzlich 654 Plätze Baulückenkataster. Wo ist also das Problem bei einer ohnehin stagnierenden und künftig schrumpfenden Bevölkerung?

Und könnte man bitte auch die vorliegenden Anfragen sehen und analysieren? Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität unserer Stadt kommen zu kurz und sollten uns viel mehr Kopfzerbrechen bereiten! Ich appelliere an den Gemeinderat, die Planung am 2. Oktober zu stoppen. Als Lösung die einreihige Bebauung – akzeptiert und bezahlbar. Denn auch dann bleiben uns die Sanierungszuschüsse erhalten. Sie kombiniert Wohnungsbau mit Erholungsflächen und steigert die Attraktivität. Man muss sie nur noch wollen.

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