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Leserbriefe

Liebeserklärung an die Heimat

09.05.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Die spannenden Beiträge ihrer Seniorenredakteure zu den vielfältigen Themen, aus den verschiedenen Blickwinkeln der Verfasser betrachtet, sind immer sehr interessant und regen zum Nachdenken an. Offensichtlich sind die Damen und Herren allesamt keine Schwaben, sondern wurden in den Kriegswirren hierher verschlagen und manch einer hatte so seine liebe Not mit uns. Auch scheint der eine oder andere das Erlebte noch nicht aufgearbeitet zu haben und es wird deutlich, dass Frauen völlig anders als Männer an die Themenstellung herangehen. So müsste die Hommage an Beuren von Frau Binder eigentlich mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet werden. Liebevoller kann man diesen wunderschönen Ort nicht beschreiben und man spürt, dass Beuren ihre „Heimat“ geworden ist. Auch ihr Artikel „Im Alter braucht man Wurzeln und Flügel“ war sehr beeindruckend.

Schön ist auch, wie Herr Maschajechi uns manchmal aus dem Land erzählt, in dem er geboren wurde, und wie sehr er unser Ländle inzwischen schätzt und dass er, wie die Bäume, die er gepflanzt hat, Wurzeln geschlagen hat. Man würde sich wünschen, dass mehr neue Mitbürger sich mit unserem Land und unserer Lebensphilosophie befassen, das Zusammenleben ließe sich dann viel einfacher gestalten. Wir würden alle voneinander profitieren und es gäbe nicht so viele Integrationsprobleme. Jedes Land hat so seine Eigenheiten und das Schwabenland ist nun mal bergig und teilweise karg. Das prägt die Menschen, die hier leben, und drückt sich auch in ihrer Sprache aus. Erwiesenermaßen ist das in allen Ländern so. Der Schwabe ist von Natur aus fleißig, sparsam und bescheiden, er trägt sein Herz nicht auf der Zunge und er lässt sich nicht verbiegen. Blender kann er nicht leiden.

Es wird uns nachgesagt, wir könnten alles außer Hochdeutsch, aber Hochdeutsch? Heute eher Englischdeutsch. Wenn man sich einmal mit dem schwäbischen Dialekt auseinandersetzt, wird man feststellen, Schwäbisch ist Poesie pur. Wie zärtlich klingt es – des Mädle, Schätzle, Mäusle, Krötle, Weible, Bläamla und so weiter. Oder aus dem Gedicht „Dr Necker“ von Sebastian Blau. Er waalet en de Wiesa rom und babbelet mit de Büsch. Kann man den Neckar schöner beschreiben? Wohl kaum.

Leserbriefe

Eine gute Zukunft für die Stadt Aichtal

Dieter Weiler, Aichtal-Aich. Aichtal kann mehr. Jeder darf seine Meinung äußern, aber die Mitglieder des Gemeinderats nicht? Ich bin der Meinung, dass die Stadträte das Recht haben, öffentlich zu sagen, wen sie bei der Bürgermeisterwahl unterstützen wollen. Und sie haben die Pflicht, die Bürger…

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