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Krötenschlucken

19.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egon Eigenthaler, REP-Regionalrat, Nürtingen. Zum Artikel „Der Wechsel des Koalitionspartners ist kein Thema“ vom 16. September. Will der jüngst vom CDU-Fraktionschef Mappus ausgeladene FDP-Fraktionsvorsitzende Ulrich Noll das schwarz-grüne Gespenst in Baden-Württemberg mit seiner Flucht aus der Koalition vertreiben? Grund genug dafür hätte er schon. Denn längst pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass sein Ministerpräsident Oettinger die Grünen hofiert und mit ihnen bereits 1992 als Mappus-Vorgänger ins Koalitionsbett steigen wollte, um die SPD wie auch die Republikaner, fern der Landesregierung, in der Opposition zu halten.

Dasselbe „Techtelmechtel“ in Schwarz-Grün haben wir seit Jahren bei der Ausschussarbeit im Verband Region Stuttgart. Wenn jetzt die Landesvorsitzende der Grünen, Frau Selg, verstimmt „tutet“, Dr. Noll sich verwundert zeigt und Mappus sogar verärgert reagiert – aber nicht ein Einziger (eine Einzige) wirklich dementiert –, dann dürfen wir spätestens 2011 mit den grün bemäntelten Blockierern zumindest eine Kröte schlucken, sofern Herr Oettinger dann noch die CDU führt und MdL Kretschmann die Fraktion der Grünen. Was aber, wenn „Die Linke“ in den Landtag von Baden-Württemberg einzieht und die SPD sich bis 2011 wieder erholt hat? Was wird, wenn die Option einer linken Mehrheit im Ländle entsteht? Die Grünen haben weder in Hessen noch in Berlin eine Koalition mit der „Linken“ ausgeschlossen. Im Saarland wird sie kommen, wenn man es vorher nicht noch abschafft. Wer wie die Grüne Petra Selg tönt, „Eine solche Debatte zu einem solchen Zeitpunkt ist nicht sinnvoll“, der will den Wählern seine wahren Absichten vorenthalten. Wer wie Ulrich Noll „buhlen von ganz rechts bis ganz links“ und das „Anbiedern“ an die CDU nur seiner FDP zugesteht, und wer, wie Stefan Mappus, gegen die Ambitionen seines Vorsitzenden argumentiert, macht sich unglaubwürdig.

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Die Konsequenzen bleiben nicht aus

Reinmar Wipper, NT-Roßdorf. Zu den Artikeln „Das andere Abitur“ und „Abitur in Ausnahmezeit der Pandemie“ vom 3. Mai. Seit Corona übertreffen sich Politiker und Medien sowie etwa 50 Millionen Virologen, Statistiker und Propheten darin, diese Krise gesund und zu einem guten Ende zu beten. Im…

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