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KP-Tradition im Bürgerausschuss

15.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egon Eigenthaler, Nürtingen. Zum Artikel „Ein gewachsener Stadtteil mit Strukturen“ vom 13. Juli. Warum diese Geheimniskrämerei in nichtöffentlicher Sitzung, beim Bürgerausschuss Oberensingen (BA), nachdem ein Antrag zur Neuformulierung der angeblich längst überholten Gründungsziele vorlag? Warum wird weder der Antrag vorab verteilt noch sein Titel als Tagesordnungspunkt erwähnt und auch im Protokollentwurf verschwiegen?

Warum wird vom „BA-Vorsitzenden“ eine Satzung mit neuer, klar formulierter, demokratischer und rechtskonformer Zielsetzung verhindert und auf eine Geschäftsordnung verwiesen, in der man sich nicht für saubere Trennung zwischen der Liste „Freie Wähler Oberensingen“ und dem BA bekennt? Warum verweigert der BA damit eindeutig das Bekenntnis zu seiner parteipolitischen Neutralität, obwohl er „sich als Interessenvertretung der Oberensinger Bevölkerung, aller Oberensinger Vereine und Einrichtungen gegenüber der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat der Stadt Nürtingen“ sieht? Warum sollen es die Bürger nicht wissen, dass man im BA nichts daran ändern will?

Dass Zweck und Ziel der Gründung der Freien Wählervereinigung Oberensingen nur Ersatz für die 1956 verbotene DKP war, habe ich leider erstmals im Beitrag des derzeitigen Ehrenvorsitzenden und Gründungsmitglieds des Bürgerausschusses, Günter Stoll, in der Nürtinger Zeitung gelesen, der anlässlich des 50-jährigen Bestehens des BA veröffentlicht wurde. Dass man damit dem Nürtinger DKP-Stadtrat und späteren „Mitbegründer des BA im Jahre 1960“, Ludwig Knauss, die Wiederwahl in den Nürtinger Gemeinderat ermöglichte und im BA ein Forum dafür schuf, wird in „Band 1, Oberensingen, Beiträge zur Heimatgeschichte“ eindeutig bestätigt.

Dem „Edelkommunisten“, wie ihn der Zeitzeuge Walter Wahl darin liebevoll nannte, mag man im BA durch Bewahrung der DKP-Tradition oder anderweitig ein ehrendes Denkmal setzen – meinetwegen! Dazu soll sich der BA-Vorstand dann aber öffentlich bekennen! Dass ich dabei mitwirken soll, wird man wohl nicht von mir erwarten! Denn so will und kann ich mich nicht verbiegen.

Bevor Gerüchteköche im BA ihr eigenes Süppchen daraus kochen (wohl nichtöffentlich), sag ich’s jetzt so. Auch vom BA-Vorsitzenden lass ich mir nicht in der Manier eines Landvogts diesbezüglich ein Denk- und Redeverbot verordnen. Trotzdem will ich mich nun, ohne BA, so wie bisher, im Gemeinderat für die Belange von Oberensingen einsetzen, um zum Beispiel Kultur-, Natur- und Bausünden oder eine Rennstrecke durch den Stadtteil, statt eines Kreisverkehrs, zu verhindern.

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Es sind zu viele offene Baustellen

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