Leserbriefe

Kostensteigerung ist ein Skandal

20.01.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hermann Döhne, Nürtingen. Zum Artikel „Teufelsklinge in der nächsten Runde“ vom 18. Januar. Die Debatte um die Kostenentwicklung bei der Teufelsbrücke nimmt kein Ende. Immer neue Hiobsbotschaften müssen verkündet werden, so jedenfalls war es in der letzten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses zu hören. Wieder einmal ging es um weitere unglaubliche Kosten von 350 000€Euro zu bewilligen zur Sanierung der Teufelsklinge.

Zur Erinnerung: Am 23. Juli 2013 war ein Kostenvoranschlag von 308 000 Euro zur Sanierung der Brücke vom Gemeinderat bewilligt. Am 23. Februar 2015 wurde eine vorläufige Kostenaufstellung von 497 813 Euro festgestellt. Abgerechnet wurde die Gesamtausgaben von der Stadt mit sage und schreibe 599 631,31 Euro. Also runde 600 000€Euro. Hier hatte man bereits eine Kostensteigerung von fast 100 Prozent. Da hätten doch bei den Räten der Stadt alle Alarmglocken läuten müssen. Wie konnte so etwas passieren? Der Gipfel von allem kommt aber jetzt: Man benötigt erneut für das Gesamtprojekt 350 000 Euro, um die Sicherungsmaßnahme der Teufelsbrücke zu gewährleisten. So dass die Kosten am Ende bei fast einer 1 000 000 (einer Millionen) Euro liegen.

Welch ein Skandal! Wie kann so etwas passieren? Waren hier die Damen und Herren Stadträte zu voreilig bei der Zustimmung zur Sanierung für dieses Bauprogramm. Im Übrigen wird die Brücke an vielen Tagen ja Wochen nicht ein einziges Mal von einem Fußgänger, Wanderer oder Radfahrer benutzt oder betreten. Es ist einfach eine Brücke. Die kommt von einem nichts und führt in ein nichts. Ganz einfach gesagt, die Brücke war so unnötig wie ein Kropf. Diese fast eine Millionen Steuergelder hätte dem Sozialen Haushalt (Schulen, Kindergärten, Wohnungsbau, Vereinen und der Jugend) gut getan. Und meiner Meinung nach wäre es besser angelegt gewesen.

Davon einmal ganz abgesehen: Die Brücke ist an Hässlichkeit kaum zu überbieten. Sie führt über das Bachbett der Klinge wie ein Koloss, wie ein Ungetüm und strahlt keinerlei Eleganz aus.

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