Leserbriefe

Konservativ heißt nicht demokratiefern

16.03.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Hiemer, Neckartailfingen. Eigentlich widerstrebt es mir, andere Leserbriefe zu kommentieren, besonders wenn sie aus der Feder der Damen und Herren Pfuderer und Melcher stammen. Der Leserbrief „Durch (neue rechte) Brille betrachtet“ vom 8. März ist nicht nur wie üblich neunmalklug und oberlehrerhaft, sondern er ist vor allem unverschämt. Ich habe eine konservative Meinung, lasse diese aber nicht in rechts und demokratiefern umdeuten.

Außerdem hat Frau Pfuderer nicht über Sinn und Unsinn von Leserbriefen anderer zu urteilen. Die beiden Genannten wollen die Meinungshoheit gepachtet haben und diese Arroganz macht viele Menschen fuchsteufelswild. Eben solche Personen aus Achtprozent-Parteien treiben die Leute in die Arme der AfD.

Wenn die so weitermachen, muss unsere Demokratie bald mehr als 13 Prozent AfD im Bundestag aushalten und das kann niemand wollen. Hierzu kann ich nur empfehlen, den Kommentar von Rainer Wehaus, „Böse AfD“, vom 8. März zu lesen, denn der bringt die Sache genau auf den Punkt. Ich muss mir auch nicht die Geschäftsordnung der Parlamente von Frau Pfuderer erklären lassen, denn ich bin nicht in die Baumschule gegangen.

Fakt ist, dass alle Parteien jahrzehntelang ein ungeschriebenes Gesetz pflegten, wonach im Landtag die drittstärkste Partei Anspruch auf einen Vizepräsidenten hat und dass im Bundestag der älteste Parlamentarier der Eröffnung vorsteht. Dies wurde nun kartellmäßig ausgehebelt. Ganz nebenbei: Im Landtag kann es nicht genug Stellvertreter geben, denn das Gestottere der neuen Präsidentin bei ihrer Eröffnungsrede war zum Fremdschämen. Und Tatsache ist auch, dass Oberstaatsanwalt Reusch bei mehreren Wahlgängen zunächst die rote Karte sah. Ferner ist es mir ein Rätsel, wie die Dame zu der weltfremden Erkenntnis kommt, dass es in Deutschland weder Korruption noch Vetternwirtschaft oder sonstige Skandale gibt. Die vorgegeben Länge eines Leserbriefes verhindert eine Auflistung. Ich picke nur drei heraus: Diesel, Özdemir-Flüge und Wulff.

Leserbriefe

Nürtingen für die Enkel und Urenkel

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Freie Wähler plädieren für Investorenwettbewerb am Neckar“ vom 20. Juli sowie einigen anderen Veröffentlichungen dieser Tag.

Ich gehe bald auf die achtzig zu. Sollen Weib, Kinder und Enkel sagen, am besten kommt der Alte gleich ins Heim? Denn wenn er…

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