Leserbriefe

Keinen Cent für alte Straße

24.03.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Geld nach wie vor vorhanden ist, wenn es um den Verkehr geht. Da soll die alte Landstraße zwischen Ober- und Unterensingen für fast eine halbe Million Euro saniert werden. Diese alte Ortsverbindung ist längst durch leistungsfähigere Straßen ersetzt worden und gehört demgemäß auch zurückgebaut. Die B 313 hat die Funktion der schnellen Verbindung übernommen. Unterensingen hat sein Problem mit dem Verkehr an den Ortseingang nach Zizishausen verlagert. Niemand will den Verkehr, aber überall anderswo fahren. So werden die letzten Flächen mit Straßen überzogen, ohne jemals eine vorhandene aufzuheben. Nürtingen und Unterensingen planen ja auch eine neue Brücke und Straße an der Hummelmühle und zerstören dabei die letzte ehemalige Auwaldniederung, den Oberboihinger Wasen. Dort sind noch die Reste der früheren Neckarschlingen zu sehen. Statt einem Ausbau wäre eine Rückstufung auf eine Fuß- und Radwegverbindung zwischen den beiden Orten notwendig. Bisher gibt es keine sichere Verbindung.

Alles ist nur auf das Auto ausgerichtet. Die Unterensinger Schüler könnten auf diesem Weg sicher die Nürtinger Schulen erreichen. Auch überörtlich wäre der Radweg attraktiver als die Führung entlang der K 1219. Unterensingen will doch etwas für bessere Wohnqualität tun, da wird sogar noch Geld gespart. Die neue Brücke über die Aich, die Möglichkeit über die Hochwiesen direkt eine schöne und sichere Verbindung zum Minigolfplatz und Unterensinger Naturschutzgebiet Am Rank zu haben, wäre endlich mal etwas zum sorglos Benützen – ohne Autoverkehr.

Speziell als an der Natur interessierter Bürger bin ich sehr froh über die Verzögerung. An dieser alten Straße sind nämlich noch Kleindenkmale vorhanden, Kilometersteine und Straßenbegrenzungssteine, die bei einer Sanierung der Straße schlicht verschwunden wären. Diese Steine haben einen seltenen Krustenflechtenbewuchs, der je nachdem, wie lange die Steine unbeachtet blieben, auch 100 Jahre alt sein kann. Natürlich habe ich den Fund schon vor einiger Zeit dem Regierungpräsidium mitgeteilt.

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