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Keine weiteren Bausünden

21.05.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fritz Eisele, NT-Hardt. Zum Artikel „Wörth: Das letzte Wort steht noch aus“ vom 15. Mai. Ich will vorausschicken, für mich als Bürger steht bei einer Kommunalwahl nicht die Wahl einer Partei im Vordergrund, sondern die Wahl der Gruppierung, die für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde steht und dazu gehört ganz aktuell auch die Bebauung des Wörth-Areals und die Gestaltung des dortigen Neckarufers als wertvoller Erholungsbereich. Im Artikel beruft sich ein Teil der Fraktionen gebetsmühlenartig auf eine einmal getroffene Entscheidung nach dem Motto „Augen zu und durch“ und sehen sich damit im Einklang mit der Stadtverwaltung. Sie sind offenbar nicht bereit, eine einmal getroffene Entscheidung zu überdenken, gegebenenfalls zu revidieren und die Bedenken Tausender Bürger ernst zu nehmen. Einige Parteien bleiben vor der Wahl in Deckung und drücken sich auch vor einer klaren Aussage und schieben die Verantwortung für eine Entscheidung an übergeordnete Instanzen.

Im Hochglanzprospekt von mindestens zwei Parteien musste sogar der Neckar mit seiner charakteristischen Stadtsilhouette für das Titelbild herhalten. Im Inhalt findet sich aber kein Wort zur aktuellen Diskussion zum Thema „Stadt am Fluss“ und Bebauung des Wörth-Areals. Warum gerade die Gegner einer nachhaltigen Lösung und einer weniger massiven Bebauung dieses Motiv ausgewählt haben, bleibt mir ein Rätsel oder handelt es sich einfach um Etikettenschwindel? Denn nach der bisher geplanten Bebauung wird dieses Motiv keinen Postkartencharakter mehr haben. Bei der Plakatierung in den Straßen von Nürtingen mit der Botschaft „Bezahlbarer Wohnraum für alle“ sind vermutlich nicht die sogenannten „Neckarvillen“ gemeint. Das Argument, bei Nichtrealisierung der geplanten Bebauung hätte dies einen Eingriff in freie Landschaftsflächen zur Folge, ist sehr vordergründig und fadenscheinig und könnte ohnehin, wenn es auf der Tagesordnung steht, vom Gemeinderat abgelehnt werden.

Die Gruppierungen der Befürworter für einen neuen Anlauf sind offensichtlich bereit, darüber nachzudenken, wie die Wohnraumentwicklung und der Freizeitbereich am Neckarufer so gestaltet werden können, dass die beiden gegensätzlichen Interessenlagen verträglich gestaltet werden.

Man kann gespannt sein, wie viele Bürger am 25. Mai nicht in erster Linie ihre bevorzugte Partei wählen, sondern mit ihrer Wahlentscheidung dafür plädieren, die Stadt nachhaltig zu entwickeln und den bekannten irreparablen Bausünden in Nürtingen keine weitere hinzuzufügen.

Leserbriefe

Demonstranten ohne Maske geht gar nicht

Jürgen Schwinghammer, Neuffen. Zum Artikel „Demonstration ohne Masken in der City“ vom 20. Oktober. Das Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht. Wenn aber in Stuttgart 300 Demonstranten gegen die Maskenpflicht ohne Maske und Abstand demonstrieren und dabei von der Polizei „eskortiert“ werden,…

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