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Keine Chance für gesunden Betrieb

10.03.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Burk, Neuffen. Zum Artikel „Katek baut in Frickenhausen massiv Stellen ab“ vom 20. Februar. Zu dem Bericht möchten wir, Karl-Heinz Weber, ebenfalls aus Neuffen, und ich als frühere Mitarbeiter, ein paar Anmerkungen machen. Denn der Bericht suggeriert, dass hier ein unrentabler Betrieb geschlossen werden muss. Und das kann man so nicht stehen lassen. Bebro hat während des Bestehens nie negative Zahlen geschrieben, sondern immer Erträge erzielt. Dass nun von einem unrentablen Betrieb geschrieben wird, ist ein Schlag ins Gesicht der Belegschaft. Man vergleicht hier eine Firma, die alle administrativen und entwicklungsrelevanten Kosten tragen musste, mit Einheiten, die nur fertigen und diese Kosten deshalb so nicht haben. Das ist nicht korrekt.

Die Fertigung in Tschechien wurde gegründet, um bei preissensiblen Bestückungen mithalten und ein umfassendes Portfolio, von Klein- bis Großserie, bieten zu können. Es gab dort nie eine größere Administration, fast alle anfallenden Aufgaben wurden in Frickenhausen geleistet. Also sollte man die beiden auch nicht vergleichen. Die Schließung dient in unseren Augen nur der Gewinnmaximierung und der Ausschaltung eines Marktbegleiters und hat kaum betriebswirtschaftliche Ursachen. Denn Katek hatte beim Kauf der Bebro-Gruppe nur Interesse an Beflex und an E-Systems.

Die Fertigung im Stammwerk spielte von Anfang an keine Rolle in den Überlegungen des Katek-Managements, obwohl hier bei diversen Video-Ansprachen immer das Gegenteil behauptet wurde. Da wurde von Sicherheit der Arbeitsplätze geredet, und dass sich für Frickenhausen nichts ändert. Dass die Fertigung in Frickenhausen keine Chance hatte, lässt sich auch daran erkennen, dass Katek Fertigungsstätten in Osteuropa hat und auch an deutschen Fertigungsstätten Mitarbeiter aus Osteuropa beschäftigt. Dass diese nicht so viel verdienen, wie die Mitarbeiter in Frickenhausen dürfte jedem klar sein. Wie die aber dann in einer Urlaubsregion wie dem Chiemsee mit diesem Lohn überleben können, das mögen wir uns nun nicht vorstellen.

Ein gesundes Unternehmen wird von einem Familienunternehmen, (man muss nur mal recherchieren, wer hier im Hintergrund die Geldgeber sind), ohne Not eliminiert und der Staat zahlt in Form von Arbeitslosengeld et cetera noch dafür. Auch eine Art von Umverteilung.

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