Leserbriefe

Keine Bienenwabe als Nahrungsangebot

13.04.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sven Rahlfs, Frickenhausen. Zum Artikel „Reich gedeckter Tisch für Bienen“ vom 29. März. Lutz Schmitz beschreibt im genannten Artikel, wie er auf seinem Balkon die Bienen mit einer Bienenwabe füttert und will damit Gutes tun. Das ist sehr gut gemeint, aber leider keinesfalls der richtige Weg, unsere Bienen zu unterstützen. Diese Meinung wird auch vom Vorstand des Bezirksimkervereins so geteilt. Ein Nahrungsangebot wie so eine offene Honigwabe ist für Bienen absolut unnatürlich. Bienen fallen über ein solches Riesenangebot her und fressen sich regelrecht in Rage. Versiegt dann die Nahrungsquelle, fallen diese Bienen über die nächste mögliche Nahrungsquelle her. Das ist dann in den meisten Fällen ein anderer Honigstock. Dieser wird überfallen und ausgeräubert. Man spricht hier tatsächlich von Räuberei. Ein ausgeräubertes Volk ist massiv geschwächt und wird entweder das Wirtschaftsjahr nicht überleben oder zumindest keinen Honigertrag bringen. Schlimmer ist nur noch das Füttern der Bienen mit offenem Honig, der im Supermarkt gekauft wurde. Neben den oben beschriebenen negativen Auswirkungen können durch solche Maßnahmen auch schwerwiegende Krankheiten übertragen werden. Krankheiten, die dann ein ganzes Bienengebiet betreffen und zahlreiche Bienenvölker töten können.

Natürlich freuen sich Bienen und Imker über Unterstützung, wenn sie richtig stattfindet. Die beste Unterstützung leistet man, indem man im eigenen Garten keine Steinwüste und keine grüne Wüste erschafft! Insbesondere im Frühjahr helfen Frühblüher wie Haselnuss und Salweide den Bienen sehr gut und völlig ausreichend beim Überstehen der kargen Zeit bis zur Obstblüte. Über das Jahr freuen sich die Bienen ebenfalls über alles Blühende in den Gärten. Steinwüsten, wie sie in den letzten Jahren immer mehr in Mode kommen, sind schlecht für Bienen, andere Insekten und auch für das Kleinklima der Anwohner. Der Bezirksimkerverein Nürtingen lädt Herrn Schmitz sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gern zum monatlich stattfindenden Imker-Stammtisch ein. Dieser findet am jeweils ersten Donnerstag im Monat statt (Wintermonate Gaststätte Kräuterbühl, Sommermonate Vereinsheim zwischen Frickenhausen und Nürtingen).

Leserbriefe

Wo ist der lebendige Leib Christi?

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