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Kein Mittel gegen Politikverdrossenheit

27.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Krüger, Nürtingen. Zum Artikel „Oettinger geht nach Brüssel“ vom 26. Oktober. Ganz sicher ist der Wechsel Günther Oettingers nach Brüssel ja nicht, Angela Merkel hat ihn als Kandidaten für die Nachfolge Günter Verheugens vorgeschlagen, aber gewählt ist Herr Oettinger damit noch lange nicht. Angeblich ist der mögliche Wechsel ja eine völlige Überraschung, mit der vorher niemand gerechnet hat, aber seit Wochen tauchten immer wieder Gerüchte über eine mögliche Ablösung des Ministerpräsidenten auf. Sogar Volker Kauder wurde schon als möglicher Nachfolger genannt.

Jetzt hat, und dies ist nun wirklich überhaupt keine Überraschung, Stefan Mappus seinen Hut in den Ring geworfen. Der Machtmensch Mappus will sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und endlich Ministerpräsident werden. Auch Günther Oettinger hat Erwin Teufel zirka eineinhalb Jahre vor der anstehenden Landtagswahl aus dem Amt gedrängt, die Bevölkerung wurde damals nicht gefragt. Diesmal macht anscheinend Angela Merkel den Weg für Stefan Mappus frei, wieder eineinhalb Jahre vor einer Landtagswahl.

In der CDU wird zumindest über eine Urabstimmung innerhalb der Partei nachgedacht, aber wer denkt denn einmal daran, den Wähler zu befragen, ob er diesen Kandidaten als Ministerpräsidenten haben möchte? Vor einigen Jahren habe ich einmal die Frage aufgeworfen, ob es in Baden-Württemberg auch ein Besenstiel mit CDU-Aufschrift schaffen würde, gewählt zu werden. Ich fürchte, dass auch Herr Mappus bei der nächsten Landtagswahl im Amt bestätigt wird, falls er bis dahin zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Die allgemeine Politikverdrossenheit wird durch derartige Rochaden, die ohne Mitsprache des Wählers stattfinden, sicherlich nicht gelindert.

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Die Post und die negativen Erfahrungen

Ulrich Velke, NT-Raidwangen. Zum Artikel „Wenn der Postmann nicht mehr klingelt“ vom 2. März. Mit Interesse habe ich den Artikel gelesen und kann nur feststellen, dass die Sprecher der Post wohl weit von der Realität in ihrem Unternehmen entfernt sind. Meine Erfahrung mit der angegebenen…

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