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Katastrophe im Nahverkehr

28.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Monika Fügel, Neckartailfingen. Zum Artikel „Beim Bahnverkehr drohen Kürzungen“ vom 24. März.

In dem Artikel wird verharmlosend von Ausdünnen des Nahverkehrs berichtet und dass zwölf Prozent der Zugkilometer wegfallen. Warum? Weil die Bahn die Trassen- und Bahnhofsgebühren um 50 Millionen erhöht und das Geld fehlt. Wieder einmal alles „legitim“, denn die alte Regierung hat diesen günstigen Vertrag der neuen Regierung ins Nest gelegt. Langfristig, denn das geht so weiter bis 2016. Dann aber erst kommt die wahre Katastrophe im Nahverkehr, den die grün-rote Regierung doch fördern wollte. Jetzt fördert der Ministerpräsident Kretschmann aber Stuttgart 21 und die Vernichtung der Bäume und des Südflügels. Aber er will nicht begreifen, dass er damit auf Dauer den Nahverkehr in Baden-Württemberg schädigt und erheblich reduziert!

Der neue S-21-Bahnhof im Tunnel schafft nur noch 32 Züge. Das sind 17 Züge weniger als der Stresstest vorgesehen hat. Diese Züge fehlen dann dauerhaft auch für den Nahverkehr. Eine Katastrophe für das ganze Land, denn nur der Nahverkehr kann die Straßen bei weiter steigenden Benzinpreisen entlasten durch „Mehr Verkehr auf die Schiene“.

Das ist aber mit S 21 unmöglich, denn jetzt sind Dokumente aufgetaucht, die das bereits bewiesene falsche Ergebnis des Stresstests weiter untermauern: Die Bahn selbst hat schon 1997 den neuen Bahnknoten Stuttgart mit nur 30 Zügen geplant, „weil der Nahverkehr zurückgehen wird und nur der Fernverkehr zunimmt“ – (Stichwort Paris–Bratislava)

Die Planung für S 21 mit 30 Zügen ist danach nie verändert worden. Aber dem Volk und dem Parlament wurde „doppelte Leistung wie bisher“ und so weiter vorgegaukelt, bis die Wahrheit sichtbar wurde. Rückbau der Bahnkapazität ist eine Verschlechterung im Nahverkehr und soll fünf und mehr Milliarden kosten, die uns jetzt schon fehlen.

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