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Leserbriefe

Jetzt sind Weitblick und Vernunft gefragt

20.10.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Martin Burr, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Kritik am Gemeinderat: Selbst kandidieren“ vom 17. Oktober. Wenn Herr Aichinger behauptet, der schmutzige Wahlkampf hat seinen Ursprung in einschlägigen Leserbriefen von selbsternannten Besserwissern, ist dies schlichtweg falsch. Bereits in 2019 äußerten sich mehrere Aichtaler Gemeinderatsmitglieder öffentlich: „Kruß muss weg“. Das erste schriftliche Statement aus Richtung der gemeinderatsnahen Schreiber war am 22. September 2020 in der Nürtinger Zeitung zu lesen. Mit dem beschriebenen „Herdenzwang“ bringt Herr Aichinger das Hauptproblem unseres Gemeinderats, und die damit einhergehende Unfähigkeit, konstruktive Gemeinderatsarbeit zu leisten dankenswerterweise auf den Punkt. Wie kann es sein, dass viele Gemeinderäte und Anhänger, die vormals Frau Schmidt unterstützten, nun plötzlich Herrn Kurz als neuen Bürgermeister favorisieren? Mir persönlich drängt sich sofort der Gedanke auf: „Alles ist besser als der amtierende Bürgermeister Herr Kruß.“ Oder geht es vielmehr um die Macht des Gemeinderats?

Ja, wir haben unseren/diesen Gemeinderat gewählt. Doch sind wir nicht alle davon ausgegangen, dass sich Gemeinderäte und Gemeinderätinnen an die Gemeindeordnung Baden-Württemberg Paragraf 17 Absatz 1 „Plichten ehrenamtlich tätiger Bürger“ zu halten haben? „Wer zu ehrenamtlicher Tätigkeit bestellt wird, muss die ihm übertragenen Geschäfte uneigennützig und verantwortungsbewusst führen“, heißt es weiter. Ist das aktuelle Handeln des Gemeinderats uneigennützig und verantwortungsbewusst für Aichtal? Ein Gemeinderat, der Drohungen ausstößt, wenn Projekte aus rechtlichen Gründen nicht so umsetzbar sind wie geplant, ist nicht tragbar.

Wo bleiben wir Wähler? Was ist für uns Aichtaler und Aichtalerinnen wichtig? Ausschließlich darum geht es! Nicht um Privilegien und Empfindlichkeiten einzelner Gemeinderatsmitglieder. Es geht um die Zukunft unserer Stadt! Wen auch immer wir am 25. Oktober 2020 wählen. Wir benötigen händeringend einen neutralen Gemeinderat mit Weitblick und Vernunft für konstruktive gemeinschaftliche Ratsarbeit.

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