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Leserbriefe

Inflation der Spenden-Fotos

14.01.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Steinkamp, Neckartailfingen. Die Bibel lehrt uns „Gebt nicht vor den Leuten!“ Unser Herr Jesus möchte also, dass wir anonym spenden. Das gilt natürlich nur für private Spender. Firmen und Behörden halten es mit der Marketing-Weisheit: „Tu Gutes und sprich darüber!“ Das Ergebnis finden wir seit etwa Ende November in der Nürtinger Zeitung. Seither ergießt sich über uns Leser eine schier unaufhörliche Flut von Fotos mit Spendenscheck-Überreichungen. Firmenchefs, Filialleiter von Banken, Bürgermeister, Abgeordnete jeglicher Art, also wichtige Leute, die eigentlich das ganze Jahr über überhaupt keine Zeit haben, halten uns entspannt und milde lächelnd einen überdimensionalen Spendenscheck entgegen. Selbst unser Landrat gesellt sich gerne dazu.

Der Scheck ist natürlich nicht echt, denn auf einem echten Scheck könnte man das Ausmaß der Wohltat – selbst mit Fernrohr – ja gar nicht erkennen. Das Geld ist auch längst elektronisch geflossen. Allen Spendern gebührt natürlich uneingeschränkter Dank. Der Haken an dieser Form der Öffentlichkeitsarbeit ist indes, dass wir Leser bei dieser Inflation von Spenden-Auftritten gar nicht mehr hinschauen, wer da wem eine Wohltat erwiesen hat!

Leserbriefe

Die Konsequenzen bleiben nicht aus

Reinmar Wipper, NT-Roßdorf. Zu den Artikeln „Das andere Abitur“ und „Abitur in Ausnahmezeit der Pandemie“ vom 3. Mai. Seit Corona übertreffen sich Politiker und Medien sowie etwa 50 Millionen Virologen, Statistiker und Propheten darin, diese Krise gesund und zu einem guten Ende zu beten. Im…

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