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Leserbriefe

Impfstoffbeschaffung und das Taktieren

13.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralph Kittl, Kirchheim. Die in der Presse viel gelobten Verantwortlichen in Berlin und Brüssel haben ordentlich daneben gefasst. Für das Lockdown-Hin-und-Her hatten sie gute Ausreden, warum mal etwas nicht funktioniert hat, schließlich kann man das Infektionsgeschehen nicht planen.

Nun verhält das sich allerdings anders. Jeder wusste schon vorher, dass der Impfstoff von Biontech zugelassen wird. Jeder wusste, dass das französische Konkurrenzunternehmen vor allem bei großen Ankündigungen glänzt, die Zuverlässigkeit aber zu wünschen übrig lässt. Man kannte das Datum für den Impfstart, man wusste, wen man zuerst impfen lassen möchte und wie lange das ungefähr dauert.

Jeder, der auch nur ein bisschen mit Prozessorganisation zu tun hat, fragt sich nun, was da schiefläuft und das zurecht! Die Antwort ist das politische Taktieren der Verbündeten in Berlin und Brüssel mit der immer präsenten Rücksicht auf französische Einzelinteressen. Das funktioniert hier aber einfach nicht, denn es geht um Menschenleben und die sind heute in Gefahr und nicht morgen oder in einem halben Jahr. Wäre Berlin und die mitentscheidenden Landesfürsten auch nur halb so hart in Brüssel aufgetreten, wie sie es hier in der Heimat tun, gäbe es dieses Desaster nicht. Der Preis dieser mediatisierenden Hinterzimmerpolitik, die bei der Lösung von politischen Querelen offenbar funktioniert – siehe jüngst die Brexitverhandlungen – ist in diesem Fall zu hoch. Denn für eine solche Vorgehensweise fehlt uns schlichtweg die Zeit und trödeln vernichtet nicht nur Unsummen Geld, sondern kostet Menschenleben!

Leserbriefe

Nawalny und das russische Volk

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Der besondere Blick auf Putin“ vom 11. Januar. Ei, was ist er doch für ein Tausendsassa, der „gute Russe Nawalny“. Russische „Gönner“ bezahlen seine Behandlung in Berlin. Welcher Art die wohl sind? 30 000 Dollar investiert er (woher kommt das…

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