Leserbriefe

Höfelweg: Wird die Hecke gerodet?

28.02.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heinz Michels, Wolfschlugen. Zum Artikel „Höfelweg wird saniert und breiter“ vom 18. Februar. Dass breit ausgebaute Straßen den Verkehr anziehen, schneller und somit nicht sicherer machen, ist hinlänglich bekannt. Der Feldweg Höfelweg, um den es hier geht, wird heute schon stark frequentiert durch den illegalen Schleichverkehr, der die Ortsdurchfahrt meidet. Dass jetzt die Naherholungssuchenden, Spaziergänger, Radfahrer und Reiter vorgeschoben werden, die sich dann sicherer fühlen sollen, wenn landwirtschaftliche 20-Tonnen- Gespanne ungebremst an ihnen vorbeifahren können, ist geradezu grotesk.

Der starke Verschleiß der Feldwege auf der ganzen Gemarkung ist fast ausschließlich auf Größe und Gewicht der veränderten landwirtschaftlichen Fahrzeuge zurückzuführen. Wie sieht es mit den vielen anderen „normal breiten“ Feldwegen aus, die ebenfalls von Gräben oder Ähnlichem flankiert werden? Die großen Traktoren machen auch innerorts auf vielen Straßen häufig Probleme, sodass der laufende Verkehr auf die Gehwege ausweichen muss. Gibt es auch hier von Seiten der Gemeinde Lösungsansätze oder nimmt man diese Gefahrensituationen bewusst und stillschweigend hin?

Der Höfelweg wird auf der geplanten Länge auch von circa 200 Meter Feldhecken begleitet, die Wolfschlüger Bürger vor Jahren gepflanzt haben. Bei einer geplanten Feldwegbreite von 4,20 Meter auf einem Kilometer Länge müsste die Hecke wahrscheinlich auf der ganzen Länge gerodet werden. Es stellt sich auch die Frage, wie lange der Steuerzahler noch bereit ist, für die zum Großteil von der Landwirtschaft erzeugten Schäden an den Feldwegen und weitere Wünsche aufzukommen, aber zum Beispiel sichere Radwege nicht finanzierbar sind.

Ich sehe bei dem ganzen Thema nur das Problem, dass zwei große Fahrzeuge nicht ohne Weiteres aneinander vorbeikommen. Als Lösung für solche Situationen werden im Allgemeinen Ausweichstellen angelegt, die das Problem beheben und die ohnehin gespannte Finanzlage der Gemeinden entlasten sowie das Ökopunktekonto schonen. Außerdem könnten dann die Hecken ganz oder größtenteils erhalten bleiben, was aus ökologischer Sicht dringend notwendig ist.

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