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Hat Frau Skudelny den Zug verpasst?

09.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Seeger, NT-Zizishausen. Zum Artikel „Schuss nicht gehört“ vom 3. März. Darauf kann man eigentlich nur antworten: Zug verpasst. Denn Frau Skudelny hat wohl noch nicht begriffen, zu was das EEG eigentlich gut sein soll. Sie unterstellt, dass die Umlage in Höhe von sieben Milliarden Euro als Gewinn an private Investoren ausgeschüttet wird. Das ist natürlich blanker Unsinn.

Da hätte sie sich besser mal informieren sollen, bevor sie einen solchen Quatsch erzählt. Diese Summe ist die Gesamtbelastung aus der Umlage, die auf PV- Anlagen zurückzuführen ist, und dient zum größten Teil der Refinanzierung dieser Anlagen. Das ist politisch so gewollt und dient nicht zuletzt der gelben Klientel, nämlich den Handwerkern und Selbstständigen, die sich in diesem Marktsegment bewegen.

Ganz nebenbei dient es der Schaffung von dringend notwendigen Arbeitsplätzen, der umweltfreundlichen Stromerzeugung, der Schonung unserer Ressourcen, dafür, dass Kaufkraft im Land bleibt und nicht für Energieimporte draufgehen, dem Klimaschutz, und, und, und.

Demgegenüber soll sie uns doch mal erklären, zu was die tatsächlich ausgewiesenen Gewinne der vier großen Energieversorger in Deutschland von im Schnitt 15 Milliarden Euro pro Jahr dienen. Wer zahlt die denn?

Sind denn da die Hartz-4-Empfänger, die ihr auf einmal so am Herz liegen, von den Stromkosten befreit oder was? Das sind tatsächliche Gewinne, nach Abzug aller Kosten und Steuern. Die gehen tatsächlich in die Taschen von privaten Investoren. Davon erzählt sie aber kein Stück.

Wo ist die Angabe der Kosten, die der Steuerzahler alljährlich für die Förderung der Steinkohle drauflegt, wo sind die Kosten der Endlagersuche für Atommüll, die Kosten für die Entsorgung des Atommülls, beziehungsweise dessen Lagerung, für die weitere Erforschung dieser eigentlich veralteten Technologie. Wo sind die externen Kosten der konventionellen Energieträger für Umweltbelastung, CO2-Ausstoß, Wassernutzung, Klimaerwärmung und so weiter.

Man kann eine politische Diskussion über die Notwendigkeit der Energiewende sicherlich mit guten Argumenten führen. Davon, die Menschen für doof zu verkaufen, sollte man allerdings Abstand nehmen.

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