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Hält jetzt soziale Kälte im Land Einzug?

02.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Johann Kostalek, Ostfildern-Scharnhausen. Der Wähler hat gesprochen. Leider zu wenige, wie es die Wahlbeteiligung zeigt, denn nur die Nichtwähler haben dieses Ergebnis zustande kommen lassen. Nun haben wir eine Regierungskonstellation, mit der eine gewisse soziale Kälte, aufgrund ihrer neoliberalen und marktradikalen Grundprinzipien, vorprogrammiert ist. Sie sind im Grunde genommen eine propagandistische Vermittlungsinstanz des Kapitals. Wir leiden unter einer Verwirrung der ethischen Grundsätze, denn der Kapitalismus kennt keine Werte, das sieht man am besten an der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise. Und das Schlimme ist, die Investmentbanker und Broker, die das Desaster angerichtet haben, machen trotz Milliardenunterstützung in astronomischer Höhe, getragen im Endeffekt von den Bürgern, geradezu weiter wie zuvor.

Für ihr Verbrechen an der Ethik der Volkswirtschaft werden sie auch noch in Millionenhöhe fürstlich belohnt. Hier müsste die Regierung unverzüglich und konsequent (Börsenumsatzsteuer/Finanztransaktionssteuer) eingreifen und die Verursacher zur Kasse bitten. Leider werden die fatalen Auswirkungen der unermesslichen Geldgier dem Volk belastet (wie im Mittelalter). Statt die Schere zwischen Arm und Reich langsam zu schließen, wird diese immer weiter geöffnet und somit der Nährboden für soziale Unruhen geschürt.

Zum Schluss möchte ich noch bemerken, dass mich unsere angeblich freie Gesellschaft erschreckend befremdet, wenn über 10 Prozent der Deutschen die Linkspartei gewählt haben und diese von den „Volksparteien“ und Medien so behandelt wird als wäre sie die Pest respektive gar nicht existent. Das ist eine Arroganz, die unerträglich ist und mit Demokratie nichts zu tun hat. Die neue Regierung sollte mit einem sozialen Kahlschlag vorsichtig sein, ansonsten wird sie in vier Jahren definitiv dafür abgestraft.

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Das Ende des Einfamilienhauses“ vom 22. Februar. „Es ist einfach albern“ meinte Ministerpräsident Kretschmann dieser Tage, dass irgendjemand in Deutschland verbieten wolle, dass Menschen Einfamilienhäuser bauen dürfen. Und es ist nachweislich…

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