Schwerpunkte

Leserbriefe

Habe auf eine Anfrage keine Antwort erhalten

26.01.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Harald Sill, NT-Zizishausen. Zum Artikel „Ein Spaziergang mit Beigeschmack“ vom 19. Januar.

Im Artikel wird ein Spaziergänger zitiert der sagt, dass in den Impfungen Giftstoffe seien, und das ginge aus dem Beipackzettel hervor. Da geht es vermutlich wieder um die Lipid-Nanopartikel, die in den Impfstoffen Verwendung finden. Ich habe unlängst auch so ein Video auf Whatsapp gesehen, in dem das so behauptet und darauf hingewiesen wird, dass auf den Beipackzetteln der Lipid-Nanopartikel steht. Der sei nur für den Laborbedarf und nicht für die Verwendung am Menschen gedacht.

Nun, wenn ich mir das Sicherheitsdatenblatt von Kochsalz anschaue, das ein Pharmaunternehmen vertreibt, dann finde ich da auch Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Fall des Verschluckens. Aber wer würde da auf die Idee kommen, Kochsalz als Gift zu bezeichnen? Die Dosis macht das Gift, das gilt für sehr viel. Sogar für viele klar als Gifte klassifizierte Stoffe aus der Tierwelt, die ebenfalls in der Medizintechnik Anwendung finden.

Als ich dieses Video auf Whatsapp gesehen hatte, interessierte mich, auf was diese Giftbehauptung eigentlich aufbaut. Ich fand heraus, dass schon seit über einem Jahr aufseiten des Bundes über die Verwendung der Lipid-Nanopartikel informiert wird. Aber natürlich nur darüber und nicht über den Sicherheitshinweis, der als Aufhänger benutzt wird.

Allerdings stolperte ich auf der Seite „FragDenStaat“ über eine Anfrage zu genau diesem Thema und setzte mich wie Hunderte andere auf die Liste derer, die diese Antwort interessiert. So alle zwei Tage aktualisierte ich die Seite, aber plötzlich war die Anfrage weg, ohne dass ich eine Antwort gesehen hätte. Sehr schade. Missinformationen kann man so nicht begegnen.

Es hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe auf „FragDenStaat“ noch mal recherchiert und die Anfrage oder eine ähnliche wieder gefunden. Es gibt wohl eine Antwort vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, die besagt, dass sie nicht zuständig sind. Sie verweisen auf das Paul-Ehrlich-Institut.

Leserbriefe